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Überragt die Leipziger Skyline: Funkmast im Messegrund kommt 2015

Überragt die Leipziger Skyline: Funkmast im Messegrund kommt 2015

Nachdem der Leipziger Stadtrat jüngst einen sogenannten Durchführungsvertrag gebilligt und damit den Weg für die Errichtung des rund 191 Meter hohen Funkmastes im Messegrund freigemacht hatte, soll das Vorhaben zügig verwirklicht werden.

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Größenvergleich: Der neue Funkturm und Leipziger Wahrzeichen

Quelle: LVZ .

Leipzig. Auf LVZ-Anfrage sagte Telekom-Sprecher Georg von Wagner, im November werde mit der Erteilung der Baugenehmigung gerechnet. Die Planungen sehen laut Wagner vor, dass auf dem Areal an der Ecke von Richard-Lehmann- und Zwickauer Straße im März 2015 die Schachtungen beginnen und im April die Fundamente für den Riesen gesetzt werden.

Mit der Fertigstellung der Stahlgitter-Konstruktion, die in der Regie der Deutschen Funkturm GmbH entsteht, werde im Oktober kommenden Jahres gerechnet. Sie misst 170 Meter. Anschließend, so Wagner, werde die 21 Meter hohe Antenne samt Blitzfangkorb - voraussichtlich per Helikopter - aufgesetzt. Im März 2016 könnte die Anlage betriebsbereit sein. Wie berichtet, soll der Mast perspektivisch vor allem die Versorgung mit digitalem terrestrischen Fernsehen (DVB-T) durch die Firma Media Broadcast sicherstellen.

Bisher dient eine Antenne auf dem Schornstein der Stadtwerke in der Arno-Nitzsche-Straße als DVB-T-Sendeanlage. Der Nutzungsvertrag dafür läuft noch bis 2020.

Vor zwei Jahren war das Projekt erstmals öffentlich präsentiert und darauf verwiesen worden, dass der entsprechende vorhabenbezogene Bebauungsplan im beschleunigten Verfahren aufgestellt werde. Doch erst im November 2013 lag der Planentwurf vor und im Rahmen der Bürgerbeteiligung zur Einsichtnahme aus. Damals rechnete die Telekom noch damit, dass der Mast bis Ende 2014 stehen könnte. Aber es kam zu weiteren Verzögerungen. Vor allem der Verein der Freunde von Marienbrunn machte mobil. Der Turm wäre mit seinen Ausmaßen nicht nur eine Katastrophe für das denkmalgeschützte Gartenstadtensemble, sondern er würde sich auch in die traditionelle Sichtachse vom Stadtzentrum zum Völkerschlachtdenkmal drängen, kritisierte der Verein.

Das Stadtplanungsamt sah in Details Nachbesserungsbedarf: So ging es in Verhandlungen darum, inwieweit die Spitze des lichtgrauen Mastes mit orangefarbenen und weißen Feldern versehen werden muss, um den luftfahrttechnischen Sicherheitsbestimmungen zu genügen. Zur Ratsversammlung am 15. Oktober, bei der der Durchführungsvertrag beschlossen wurde, hieß es, es seien nun tragfähige Lösungen für alle bisher offenen Fragen gefunden. Unter anderem sei der ehemals stielartige Charakter der oberen Masthälfte in Anlehnung an die Gestalt des Eiffelturmes verändert worden. Verwiesen wurde auch darauf, dass die bisher für Sendezwecke verwendete Esse immer nur mit befristeten Sondergenehmigungen genutzt werden könne.

Zur Bau-Technologie sagte Wagner, die 17 Mastsegmente würden am Boden vormontiert und dann durch Kräne aufeinander gesetzt. Das Gesamtgewicht liege bei 2000 Tonnen und die Sockelabmessungen bei 25 mal 25 Metern.

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 03.11.2014

Beck, Mario

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