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Lokales Übung der Uniklinik Leipzig: Massenhaft Verletzte nach Explosion in der Liebigstraße
Leipzig Lokales Übung der Uniklinik Leipzig: Massenhaft Verletzte nach Explosion in der Liebigstraße
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16:49 18.11.2014
Katastrophenschutzübung am Forschungsgebäude der Uniklinik Leipzig (18.11.2014). Quelle: Dirk Knofe
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Leipzig

Auch Einsatzkräfte sind noch vor Ort. Die Übung ist in diesem Jahr besonders groß angelegt, teilte das Uniklinikum (UKL) mit.

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Leipzig. Probe für den Ernstfall: Eine Explosion im Zentralen Forschungsgebäude der Uniklinik Leipzig, zahlreiche Verletzte und die Evakuierung des Hauses in der Liebigstraße – dieses Szenario spielen Mitarbeiter des Klinikums sowie Studenten der medizinischen Fakultät am Dienstagvormittag durch. Auch Einsatzkräfte sind noch vor Ort. Die Übung ist in diesem Jahr besonders groß angelegt, teilte das Uniklinikum (UKL) mit.

Um den Druck auf die Einsatzkräfte zu erhöhen, mimen 38 Schüler der Medizinischen Berufsfachschule und Medizinstudenten die Patienten vor Ort. Unterschiedliche Verletzungen wurden mit viel Kunstblut geschminkt, sodass die Evakuierten in der Notaufnahme nach Dringlichkeit eingeteilt werden können.

„Unser Ziel ist es, die internen Abläufe im Katastrophenfall unter möglichst realistischen Bedingungen zu erproben“, so Klinikdirektor Christoph Josten, der auch Katastrophenschutzbeauftragter des UKL ist. Es gebe hervorragende Ablaufpläne, „aber die Schwierigkeiten in realen Situationen lassen sich nicht planen“, so Josten weiter. Deshalb seien die Probeläufe extrem sinnvoll und wichtig.

"Wir wussten nicht, was auf uns zukommt. Eine externe Organisation stellt für uns das Szenario zusammen und wertet die Ergebnisse samt Filmmaterial professionell aus", sagte Josten nach der Übung gegenüber LVZ-Online. Man werde auch diesmal schauen, wie die interne Kommunikation noch weiter verbessert werden könne, so Josten nach der Übung gegenüber LVZ-Online.

Rund 100 Mitarbeiter waren an dem Einsatz beteiligt. Für eine Übung dieser Größenordnung investiert das UKL "eine fünf- bis sechsstellige Summe." Diese müsse aus eigener Kraft finanziert werden, hieß es am Dienstag. Das Uniklinikum erfülle mit den Sicherheitsstandards seine Rolle in der Region: "Wir stehen im Fokus der medizinischen Versorgung", so Josten. Der Experte sieht Deutschland in Sachen Sicherheit bei Naturkatastrophen auch international als Vorreiter in der Pflicht.

lyn

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