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Lokales Um Lärm zu reduzieren: Deutsche Bahn testet innovative Technik in und um Leipzig
Leipzig Lokales Um Lärm zu reduzieren: Deutsche Bahn testet innovative Technik in und um Leipzig
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16:52 07.04.2011
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Leipzig

„Der Güterverkehr ist leiser geworden. Es scheppert nicht mehr ganz so doll", sagte Anwohner Maik Würth gegenüber LVZ-Online.

Sogenannte Schienenstegdämpfer prüft die Bahn im nördlichen Leipziger Güterring. Das heißt konkret: auf addiert fünf Kilometern Strecke neben dem Bahnhof Wahren auch am Wahrener Viadukt, zwischen Mockau und Thekla und von Schönefeld nach Engelsdorf. In Schkeuditz kommen die Absorber entlang der Oststraße und im Ortsteil Papitz zum Einsatz. Die Dämpfer bestehen aus Stahl und Kunststoff und nehmen die Schwingungsenergie der Gleise auf und wandeln sie in Wärmeenergie um.

Ein Spezialschaum wird an den Schienen auf der Waldbahn eingesetzt, der sich direkt mit den Gleisen verklebt. Das betrifft in Markkleeberg die Strecke zwischen Equipagenweg und Rathausstraße sowie in Großzschocher entlang der Küchenholzallee. Bis zum Sommer sollen alle Arbeiten abgeschlossen sein.

Die Bahn hofft, den Lärm an den Teststrecken so um drei bis vier Dezibel reduzieren zu können. Falls dies klappt, würde sich das Lärmempfinden der Anwohner um 50 Prozent verringern, sagte DB-Pressesprecher Jörg Bönisch. Um den Effekt ermitteln zu können, werden vor und nach den Arbeiten Messungen durchgeführt.

Die Bahn investiert für diese Versuche auf einer Strecke von insgesamt acht Kilometer sechs Millionen Euro, deutschlandweit sind es 100 Millionen, die in über 100 Projekte fließen. Das Geld stammt aus dem Konjunkturpaket II der Bundesregierung.

„Wir müssen in effektiven Lärmschutz investieren", sagte Jan Mücke (FDP), Parlamentarischer Staatssekretär im Bundesverkehrsministerium. Der Grund? Der Güterverkehr auf der Schiene werde zunehmen - bis zum Jahr 2025 bundesweit um geschätzte 70 Prozent. Und in der Stadt habe es über die Jahre massive Beschwerden von Bürgern gegeben. Auch Leipzigs Oberbürgermeister Burkhard Jung (SPD) erinnerte an die Bürgerinitiative. Die Sorgen der Menschen hätten die Verantwortlichen ernst zu nehmen. Gerade weil Leipzig „die besten Verbindungen braucht", die aber gleichzeitig auch eine „Belastung für die Bürger" wären.

Michael Dick

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