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Lokales Umbau des Leipziger Zoos wird teurer und später fertig als geplant
Leipzig Lokales Umbau des Leipziger Zoos wird teurer und später fertig als geplant
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09:14 10.01.2018
Das 2011 eröffnete Gondwanaland ist Teil des Programms „Zoo der Zukunft“. Für den weiteren Ausbau des Leipziger Zoos werden nun 16 Millionen Euro mehr benötigt.  Quelle: Wolfgang Zeyen
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Leipzig

 Himalaya, Patagonien, Feuerland: Für den „Zoo der Zukunft“ in Leipzig wird mehr Geld gebraucht als bislang geplant. Der dritte Abschnitt des Zoo-Ausbaus koste 72,5 Millionen Euro – das sind 16 Millionen Euro mehr als 2012 veranschlagt wurden. Grund seien deutliche Baukostensteigerungen, höhere Anforderungen an den Denkmal- und Brandschutz sowie wachsende Anforderungen an die Haltung von Wildtieren durch neue wissenschaftliche Erkenntnisse, teilte Zoochef Jörg Junhold am Mittwoch mit.

Die Hälfte der Mehrausgaben in Höhe von acht Millionen Euro soll die Stadt tragen, heißt es aus dem Kulturdezernat. Der Ausbau dauert auch zwei Jahre länger als geplant und soll statt 2020 erst 2022 abgeschlossen sein, „um die finanziellen und zeitlichen Belastungen besser zu verteilen“, wie die Stadt begründete. In der Dienstberatung von Oberbürgermeister Burkhard Jung (SPD) wurden die Pläne bereits bestätigt. Sie durchlaufen nun die parlamentarischen Gremien. Die endgültige Entscheidung soll in der Dezember-Sitzung des Stadtrats fallen.

Stadt sieht keine Alternativen

„Die notwendige Anpassung des Finanzierungskonzeptes ist nach Prüfung alternativer Varianten der sinnvollste Weg, um den Erfolgskurs fortzusetzen“, erklärte Kulturbürgermeisterin Skadi Jennicke (Linke). Zuletzt habe der Zoo mehr als 1,6 Millionen Gäste jährlich angelockt. Er sei damit ein wichtiger Besuchermagnet und auch ein Imagebotschafter für die Stadt mit großer touristischer Bedeutung. Daran habe das Investitionsprogramm maßgeblichen Anteil, hieß es.

Mit dem im Jahr 2000 begonnenen Masterplan „Zoo der Zukunft“ sollen in den nächsten Jahren an der Pfaffendorfer Straße neue Themenbereiche unter anderem zu Patagonien, Feuerland, Sulawesi und dem Himalaya entstehen. Zuletzt wurden mit dem Programm unter anderem ein neues Gehege für die Amurleoparden, der Umbau der Bärenburg zum Spielplatz und die Kiwara-Kopje für Nashörner finanziert. Bekanntestes Projekt ist die 2011 eröffnete Riesentropenhalle Gondwanaland. Insgesamt wurden seit dem Start des Programms mehr als 100 Millionen Euro investiert.

Von nöß

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