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Lokales Umbau läuft auf Hochtouren
Leipzig Lokales Umbau läuft auf Hochtouren
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16:28 08.09.2016
Der Fußboden ist saniert, die Wassereinläufe sind erneuert und die Glasfassade (im Hintergrund) bekommt neue Scheiben – Geschäftsführer Joachim Helwing ist zufrieden. Quelle: Armin Kühne
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Leipzig


Wer das Areal ansteuert, hat zunächst einen anderen Eindruck. Denn rings um die alte DDR-Schwimmhalle sieht es aus wie immer: Die alte Treppenanlage bröselt vor sich hin und das Gelände ringsum sieht aus wie immer. „Wir haben in Leipzig sechs Schwimmhallen von diesem Typ Anklam, die wir seit dem Jahr 2007 schrittweise sanieren“ so Helwing. Nordost sei die letzte dieser 45 bis 50 Jahre alten Hallen, die in die Neuzeit befördert wird. Die Umgestaltung der Außenanlagen werde beginnen, sobald im Inneren der Halle das Gröbste geschafft ist. Es mache wenig Sinn, die Eingangsbereiche zu verschönern, wenn dann durch die neuen Anlagen noch zahlreiches Baumaterial angeliefert werden muss.

An der Schwimmhallenseite mit der Glasfassade ist schon vieles neu: Dort haben Bauarbeiter neuen Stahlprofile gesetzt und ringsrum stehen zahlreiche Paletten voller dreifach verglaster Scheiben, die jetzt eingebaut werden. „Mit diesen neuen Scheiben sparen wir im Gebäude Wärmeenergie ein“, begründet der Geschäftsführer diese Investition. Auch ein neues System zur Beckenerwärmung werde installiert, ebenso ein optimiertes Lichtkonzept mit LED-Leuchten. Beides werde den Energieverbrauch des Gebäudes deutlich reduzieren.

In der Halle ist trotzdem noch das große Schwimmbecken voller Wasser – so als würden dort die Bauleute in ihren Pausen einige Bahnen schwimmen. „Das Becken wird nicht erneuert, denn es ist noch dicht“, begründet Helwing das für eine Baustelle ungewohnte Bild. „Wir haben das Wasser im Becken gelassen, weil das sonst austrocknen würde.“

Der Geschäftsführer ist froh darüber, dass das Becken nicht erneuert werden muss. „Dafür wären schnell einige hunderttausend Euro verbaut“, sagt er. Und die Kalkulation für die Schwimmbad-Modernisierung sähe dann ganz anders aus – vielleicht hätte das Projekt deshalb sogar ganz aufgeschoben werden müssen. Denn das stadteigene Unternehmen muss extrem genau rechnen, wenn es Großprojekte wie in Schönefeld angeht. Denn die Einnahmen aus den Eintrittspreisen der Besucher reichen bei weitem nicht aus, um die laufenden Kosten und den Sanierungsbedarf der acht Leipziger Schwimmhallen komplett aus eigener Kraft zu bestreiten. „Wir bekommen jährlich 5,2 Millionen Euro von der Stadt als Fehlbetragszuschuss“, so der Geschäftsführer. „Damit müssen wir auskommen.“ Für Projekte wie die Schwimmhallen-Sanierung gebe es auch noch Fördermittel.

Dass genau gerechnet wird, ist auch an den Umkleide- und Sanitärräumen zu sehen. Die Duschen- und Sanitärräume behalten ihre bescheidenen Dimensionen – aber alles andere wird komplett erneuert. „In den Umkleideräumen haben wir einige der alten Umkleideschränke behalten und lassen sie wieder aufarbeiten, weil sie in einem gut Zustand sind“, meint der Technik-Chef. „Ein Teil wird aber auch erneuert.“ Die Besucher der Schwimmhalle werden an den Kosten der Modernisierung nicht beteiligt. Es sei keine Preiserhöhung geplant, hieß es am Donnerstag auf Nachfrage.

Schreberbad bleibt offen

Seit dem 4. September sind Leipzig Freibäder eigentlich geschlossen. Doch wegen des schönen Wetters hat die Firma Sportbäder Leipzig entschieden, das Schreberbad und das Ökobad noch bis Ende dieser Woche offen zu halten. Am Donnerstag wurde bekannt gegeben, dass das Schreberbad anschließend noch eine weitere Woche länger offen bleibt – bis Freitag nächster Woche. Nur die Öffnungszeiten werden etwas verkürzt – am Abend von 21 Uhr auf 19 Uhr, weil es schon früher dunkel wird. Gebadet werden kann ab 11 Uhr.

Von Andreas Tappert

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