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Lokales Umfrage: Facebook-Nutzer halten wenig von einer Umbenennung des Leuschnerplatzes
Leipzig Lokales Umfrage: Facebook-Nutzer halten wenig von einer Umbenennung des Leuschnerplatzes
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10:50 06.10.2011
Quelle: Wolfgang Zeyen
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Leipzig

Während sich die Stadtratsfraktionen selten einmütig positiv zum Thema äußerten, laufen die Leipziger regelrecht Sturm gegen das Vorhaben, zumindest im Social Web. An einer am Mittwochvormittag auf der Facebook-Seite von LVZ-Online gestarteten Umfrage, ob die Umbenennung erfolgen soll, beteiligten sich bis heute 10.30 Uhr 1827 User. Eine überwältigende Mehrheit von 1446 Nutzern votierte dabei gegen eine Umbenennung. Lediglich 167 sprachen sich per Mausklick dafür aus. 214 User antworteten mit "ist mir egal".

In den Kommentaren zum Thema und den Kommentaren zur Umfrage diskutieren die Facebook-User ebenfalls kontrovers und vor allem bissig. „Dann aber schnell, bevor die Stationsschilder vom Citytunnel angebracht werden, wäre wieder teuer, die zu wechseln", wird sarkastisch angemerkt. Mehrfach fällt das Wort „Schwachsinn". Für Mehrere ist das Vorhaben schlicht „Geldverschwendung". „Ich hätte meine Frau nicht heiraten können, wenn diese "Revolution" oder dieser Umbruch nicht stattgefunden hätte. Dennoch bin ich nicht der Meinung, dass hier die Kosten für solch eine Umbenennung anfallen müssen", schreibt ein Nutzer. Statt dessen solle das Geld doch den Leipzigern zu Gute kommen, zum Beispiel in Sachen Straßenbau. Schließlich stehe außer Frage, dass Leipzig die Heldenstadt schlechthin sei. „Na endlich! Peinlich genug, dass es 20 Jahre gedauert hat", kontert dagegen ein Pro-Umbenennungs-User. „Super - besonders toll auch, wie die Leipziger da wieder eingebunden wurden", bemängelt eine Nutzerin die fehlende Bürgerbeteiligung in der Frage. Auch die Namenswahl als solche steht im Fokus. „Platz der Friedlichen Revolution erinnert mich eher an einen südamerikanischen Militärstaat, aber doch nicht an eine deutsche Großstadt", merkt eine Frau an. Doch Sarkasmus ist nicht alles. „Natürlich gefällt mir das, wie alles, was die Erinnerung daran wach hält, was vor der Friedlichen Revolution war. Was haben die Kritiker heute zum Abendbrot gegessen? Wo haben sie ihren Urlaub verbracht? Haben sie heute die Toilette im Treppenhaus benutzt? Haltet die Erinnerung wach!", fordert der Eine energisch. „Die Erinnerung bleibt aber nicht wegen einem Namen bestehen. Sie wächst im Elternhaus, Schule und Museen .... sie bleibt durch lebendige Geschichte bestehen aber nicht durch abstrakte Namensgebung", mahnt eine Andere. Weniger Echo fand der Beschluss aus der Dienstberatung des Oberbürgermeisters im Kurznachrichtendienst Twitter. Spott gab es aber auch hier. „Oh mein Gott. Was für eine Farce", lief ebenso über den Ticker wie „Da denke ich ja spontan an den "Park des friedlichen Widerstandes.""

Diskutieren Sie mit! Auf der Facebook-Seite von LVZ-Online ist das jederzeit möglich. Hier können Sie auch nach wie vor an der Abstimmung zum Thema teilnehmen. Unsere Frage: Soll der Leipziger Wilhelm-Leuschner-Platz in "Platz der Friedlichen Revolution" umbenannt werden.

ahr

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