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Lokales Umfrage der LVZ zum Leipziger Freiheits- und Einheitsdenkmal
Leipzig Lokales Umfrage der LVZ zum Leipziger Freiheits- und Einheitsdenkmal
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18:43 17.01.2013
Eine Ausstellung zum Freiheits- und Einheitsdenkmal im Neuen Rathaus Leipzig war gut besucht. Quelle: André Kempner
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Leipzig

Bis zum 25. Jahrestag der Friedlichen Revolution 2014 soll es auf dem Wilhelm-Leuschner-Platz entstehen: das Freiheits- und Einheitsdenkmal.

Wie es aussehen soll, hat ein Wettbewerb ermittelt, bei dem im Juli 2012 drei Siegerentwürfe gekürt worden waren. Doch nach wie vor sind 39 Prozent der Leipziger dagegen, dass so ein Denkmal in ihrer Stadt überhaupt realisiert wird. 33 Prozent sprechen sich laut LVZ-Umfrage dafür aus, 16 Prozent ist es egal, weitere 12 Prozent machten keine Angaben. Das Institut für Marktforschung hatte im Auftrag der LVZ 1221 Leipziger befragt.

Dabei wurde deutlich, dass die Akzeptanz des Denkmals vor allem bei Jüngeren deutlich größer ist. 40 Prozent der 30- bis 49-Jährigen befürworten das Denkmal, bei den 18- bis 29-Jährigen sind es 34 Prozent. Mehr als die Hälfte der Leipziger, die zwischen 50 und 64 Jahre alt sind, spricht sich gegen das Denkmal aus. Bei den über 65-Jährigen sind es sogar 61 Prozent.

Das Rathaus hält an seinem Zeitplan fest und setzt damit einen Stadtratsbeschluss um, das Denkmal auf dem Leuschnerplatz zu errichten. Bund und Land teilen sich dabei die Kosten, die auf maximal 6,5 Millionen Euro veranschlagt und nur dafür zu verwenden sind. Aufgrund der Bürgerbeteiligung 2012 und deren Auswertung ist es laut Kulturamt zum Zeitverzug gekommen. Ab Februar bis Ende April müssen die drei Preisträger ihre Vorschläge überarbeiten, darunter auch verschiedene Einwände der Bürger berücksichtigen. Es stehe aber noch der Bescheid aus Dresden aus, den bislang bis Ende 2012 begrenzten Projektzeitraum zu verlängern.

"Zur Möglichkeit der weiteren Bürgerbeteiligung, die der Stadt und dem Oberbürgermeister Jung sehr wichtig ist, wurde ein Rechtsgutachten in Auftrag gegeben", sagt Kulturamtsleiterin Susanne Kucharski-Huniat. Das Gutachten soll im Februar vorliegen und wird folgendermaßen begründet: "Die Stadt Leipzig möchte zu einem Zeitpunkt, wo schon 350000 Euro Fördergelder in Anspruch genommen worden sind, keine Verfahrensfehler riskieren." Noch vor der Sommerpause entscheidet der Stadtrat über die Aufnahme des Verhandlungsverfahrens mit den Preisträgern. Welcher Entwurf gebaut wird, steht nach dem Votum des Stadtrates frühestens im Herbst fest.

Mathias Orbeck

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