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Lokales Umweltzone: In zwei Leipziger Gebieten soll gelbe Plakette für Fahrzeuge reichen
Leipzig Lokales Umweltzone: In zwei Leipziger Gebieten soll gelbe Plakette für Fahrzeuge reichen
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21:22 03.12.2009
Leipzig

Die erste Variante: Statt der besonders strengen grünen Plakette könnte für Autos und Laster flächendeckend die etwas mildere gelbe Plakette gelten. „Hier hat die Modellierung klar ergeben, dass eine Umweltzone Gelb nicht ausreicht, um die gesetzlichen Vorgaben zu erfüllen“, erklärte Karin Bernhardt, die Sprecherin des Landesamtes. Anders verhalte es sich jedoch bei der zweiten Variante. Sie gehe von einer „verkleinerten grünen Zone plus zwei gelben Zonen für gewerbereiche Gebiete“ aus. Bernhardt: „Hier haben unsere Modellberechnungen ergeben, dass dies knapp ausreichen würde.“

Umweltbürgermeister Heiko Rosenthal (Linke) bestätigte, dass die Kommune ihr Abwägungsprotokoll zum neuen Luftreinhalteplan, aktuelle Verkehrsdaten sowie neun Hinweise, die auf einem Gespräch mit Wirtschaftsminister Sven Morlok (FDP) beruhten, an das Landesamt eingereicht hatte. „Mit der Bitte um Berechnung, was der Einsatz von gelben Plaketten bringt“, sagte er. Der Unterschied sei, dass sich viele Laster nachrüsten lassen – jedoch meist nur um eine Stufe. Zurzeit würden in Leipzig 56 Prozent der Nutzfahrzeuge die grüne Plakette erhalten, 21 Prozent die gelbe, 8 Prozent die rote und 15 Prozent gar keine Umweltplakette. „Unser großes Ziel ist, die Unternehmen so weit wie irgend möglich zu entlasten“, so Rosenthal. Die Stadt müsse sich dabei aber an die Berechnungen des Landesamtes halten. Wo die gelben Zonen liegen sollen, wollte er nicht sagen. Zunächst müsse die Rathausspitze über mögliche Änderungen befinden.

Nach LVZ-Informationen will das Wirtschaftsdezernat größere Bereiche rings um Maximilianallee und Ludwig-Hupfeld-Straße zur gelben Zone machen. Außerdem erarbeitet die Stadt zurzeit mit den Kammern umfangreiche Ausnahmelisten, die beispielsweise auch bestimmte Reisebusse umfassen können. „Die Zeit drängt“, mahnte Sachsens Umweltminister Frank Kupfer (CDU) gestern. „Bis zum Jahresende brauche ich einen bestätigten Luftreinhalteplan der Stadt Leipzig, sonst droht ein Vertragsverletzungsverfahren bei der EU.“ Die Kosten möglicher Strafen müsse übrigens nicht die Stadt Leipzig tragen, sondern der Freistaat

Jens Rometsch

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