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Lokales Umweltzone: Ordnungsbürgermeister Rosenthal sieht schon positiven Effekt
Leipzig Lokales Umweltzone: Ordnungsbürgermeister Rosenthal sieht schon positiven Effekt
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17:16 02.03.2011
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Leipzig

„Und das scheint auch in Leipzig so zu sein", meinte Rosenthal angesichts der ihm vorliegenden Zahlen am Mittwoch.

Allein dies sei schon ein positiver Effekt, sagte der Umweltbürgermeister. Auch wenn es in Zukunft trotzdem noch zu Grenzwertüberschreitungen an mehr als den 35 gesetzlich erlaubten Tagen kommen könne. Immer wieder wurde in Leipzig der von der EU festgelegte Grenzwert von 50 Mikrogramm pro Kubikmeter Luft bei Feinstaub überschritten - an bis zu 100 Tagen im Jahr. Die Umweltzone ist daher eine von insgesamt 48 Maßnahmen im Luftreinhalteplan der Stadt.

Auch einige Ökoverbände zeigten sich erfreut über die erste Umweltzone in Mitteldeutschland. Dorothee Saar von der Deutschen Umwelthilfe sieht darin „ein Instrument", um den Schadstoffgehalt in der Luft zu verringern. Die Umweltzone funktioniere jedoch nur wirklich, wenn sie großflächig eingeführt und die Einhaltung strikt kontrolliert werde und nur mit einer grünen Plakette befahren werden könne. Und dies sei in Leipzig der Fall.

Diese Maßnahme werde eine „flotte Modernisierung" zur Folge haben, prophezeite Michael Schmiedel vom ökologisch orientierten Verkehrsclub Deutschland. Sie sei ein „aktiver Beitrag zum Umwelt- und Gesundheitsschutz".

Kaum Wirkung scheint die Maßnahme aber zum Beispiel in Hannover zu haben: Das Niedersächsische Umweltministerium ist enttäuscht, weil die Schadstoffbelastung in der Landeshauptstadt nicht in dem erhofften Maß zurückging. Intelligente Ampeln sollen nun den Verkehr flüssiger machen. Daran arbeitet indessen auch Leipzig. Doch die grüne Welle stellt für Schmiedel keine Alternative zur Umweltzone dar. „Besser wäre durchgehend Tempo 30 in der Stadt", sagte er. Eine Fahrt fast ohne Stopps solle lieber für den öffentlichen Nahverkehr gelten.

Michael Dick / dpa

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