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Lokales Unbefristete Kita-Streiks wohl ab Freitag - 96,5 Prozent Zustimmung bei Beamtenbund
Leipzig Lokales Unbefristete Kita-Streiks wohl ab Freitag - 96,5 Prozent Zustimmung bei Beamtenbund
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16:17 04.05.2015
Solche Bilder könnte es ab Freitag auch an Leipziger Kitas zu sehen geben. Quelle: dpa
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Leipzig

„Wir wollen zeitnah nach der Urabstimmung mit den Arbeitsniederlegungen beginnen“, sagte die Fachbereichsleiterin der Gewerkschaft Verdi, Manuela Schmidt, am Montag in Leipzig.

Die Urabstimmung über unbefristete Streiks in den Kitas läuft zwar noch bis zum 5. Mai auch in Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen - doch es gibt kaum Zweifel, dass die nötigen 75 Prozent der Stimmen zusammenkommen. Die Gewerkschaft Verdi positioniert sich deshalb schon jetzt, denn es droht der wohl größte Arbeitskampf seit Einführung der organisierten Kinderbetreuung. Sind die 240 000 Erzieher und Sozialarbeiter in kommunalen Einrichtungen in Deutschland für den Streik, könnten Eltern wochenlang vor verschlossenen Kita-Türen stehen. 

"Große Wut bei den Beschäftigten"

Als erste der beteiligten Gewerkschaften gab der Beamtenbund dbb am Montag das Ergebnis seiner Urabstimmung im aktuellen Tarifkonflikt bekannt. 96,5 Prozent der Beschäftigten sind für zeitlich unbegrenzte Arbeitskampfmaßnahmen, wie der dbb-Verhandlungsführer Andreas Hemsing in Berlin mitteilte. Hemsing sagte: „Die hohe Zustimmung zu unbefristeten Streiks ist ein Ausdruck der großen Wut, die sich bei den Beschäftigten angestaut hat.“

Bei der Urabstimmung des Sächsischen Erzieherverbandes (SEV) über unbefristete Streiks in Kindertagesstätten haben sich 90 Prozent der Mitglieder für eine Arbeitsniederlegung ausgesprochen. „Das Votum ist eindeutig“, sagte eine Sprecherin des Erzieherverbandes am Montag. Der SEV vertritt 1000 Mitglieder. „Der genaue Streikplan wird nun mit den anderen Gewerkschaften erarbeitet“, so die Sprecherin.

Beim großen Streik 2009 hatten die Gewerkschaften immer nur für wenige Tage zum Streik aufgerufen. Im aktuellen Tarifkonflikt hatte Verdi Ende April die Verhandlungen nach fünf Runden für gescheitert erklärt. Die Gewerkschaften fordern eine höhere Eingruppierung der Beschäftigten im kommunalen Erziehungs- und Sozialdienst.

LVZ

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