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Lokales „Und dann war es zappenduster“ – Kabelschaden verursacht Stromausfall in Leipzig-West
Leipzig Lokales „Und dann war es zappenduster“ – Kabelschaden verursacht Stromausfall in Leipzig-West
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13:11 27.04.2011
„Ausfälle lassen sich nicht verhindern, denn die Technik gibt immer mal nach“, bitten die Leipziger Stadtwerke ihre Kunden um Verständnis für die Störung am Dienstagnachmittag. Quelle: Volkmar Heinz
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Leipzig

Durch die Störung fielen sieben Trafo-Stationen vorübergehend aus. „Das betroffene Kabel ist umgehend ausgetauscht worden, ab 17 Uhr waren alle Haushalte wieder versorgt“, sagte Stadtwerke-Sprecherin Frauke Riva am Mittwoch.

Zu Problemen wegen des Stromausfalls kam es im Leipziger Diakonissenkrankenhaus, das ebenfalls betroffen war. Zwar konnten die medizinischen Abteilungen sowie die Operationssäle durch ein Notstromaggregat weiter versorgt werden, die Klinikverwaltung brach jedoch kurzzeitig zusammen. „Es ging klack, und dann war es zappenduster. Die Computer gingen aus“, berichtete Geschäftsführer Hans-Christoph Runne gegenüber LVZ-Online. Da die Rechner ausfielen, musste auch die Patientenaufnahme kurzzeitig geschlossen werden. „So etwas ist nicht sehr angenehm, da muss man schon mal fragen, wie sich das künftig verhindern lässt“, ärgerte sich Runne.

„Ausfälle lassen sich nicht verhindern, denn die Technik gibt immer mal nach“, entgegnete Stadtwerke-Sprecherin Riva. Gründe hierfür lägen vor allem im Verschleiß, der mitunter auch vor dem Verfallsdatum auftreten könne. „Das Mittelspannungsnetz ist deshalb in Ringstrukturen angelegt, also über immer mindestens zwei Wege. Im Schadensfall wird dann manuell umgestellt und das kann, wie am Dienstag, auch mal eine Stunde dauern“, erläuterte Riva. Das Diakonissenkrankenhaus sei dabei als erstes wieder ans Netz gekommen. Eine Automatisierung der Umstellung sei nicht möglich, bat sie um Verständnis

Das Diakonissenkrankenhaus in der Georg-Schwarz-Straße war ebenfalls von dem Stromausfall betroffen. Quelle: André Kempner

Eigentlich wird das Diakonissenkrankenhaus durch ein eigenes, gasbetriebenes Blockheizkraftwerk auf dem Klinik-Gelände mit Energie versorgt, das auch überschüssigen Strom in das Netz der Stadtwerke speist. Dieses schalte sich jedoch automatisch ab, wenn die Leitung zu den Stadtwerken unterbrochen sei, erklärte Runne. Nun werde geprüft, ob durch den Ausfall möglicherweise Störungen an technischen Geräten entstanden sind. Den Stadtwerken sind nach eigenen Angaben bislang keine Schadensmeldungen von Kunden bekannt.

Robert Nößler / mpu

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