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Lokales Uni-Klinikum: Geht Vorstand Wolfgang Fleig in die Verlängerung?
Leipzig Lokales Uni-Klinikum: Geht Vorstand Wolfgang Fleig in die Verlängerung?
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16:40 19.05.2015
Wolfgang Fleig Quelle: André Kempner

Nach LVZ-Informationen dürfte es bei der nächsten Sitzung des Gremiums um eine vorfristige Vertragsverlängerung für den medizinischen UKL-Vorstand und Vorstandssprecher Professor Wolfgang Fleig gehen. Sein bisheriges Anstellungsverhältnis hat eine Laufzeit bis kurz nach seinem 65. Geburtstag, den er im September nächsten Jahres begehen wird. Gibt der Aufsichtsrat grünes Licht, würde der Mediziner weitere fünf Jahre im Amt bleiben. Das hat Fleig seit 2006 inne, während es beim kaufmännischen Vorstand an seiner Seite einen Wechsel gab.

Nahezu zeitgleich mit ihm hatte Matthias Wokittel die kaufmännischen Geschäfte übernommen, wurde dann aber Anfang 2010 abserviert und für mehrere Monate bis zum Ablauf seiner Vertragszeit freigestellt. Aufsichtsratsvorsitzender Professor Wolfgang Knapp begründete die Entscheidung damals mit "Unterschieden in der strategischen Zusammenarbeit im Vorstand". Wokittels Stelle nahm im November 2010 Ekkehard Zimmer ein. In jenem Jahr konnte das UKL rund 9,6 Millionen Euro Gewinn verbuchen, 2011 brach das Jahresergebnis auf knapp zwei Millionen Euro ein, für 2012 liegt noch keine Abrechnung vor. Zum Neujahrsempfang im Januar 2013 war zwar von einem positiven operativen Ergebnis die Rede, ob dies aber auch für das wirtschaftliche Gesamtergebnis des Klinikums gelte, werde erst im Juli veröffentlicht, hieß es. Wie die allermeisten anderen Uni-Klinika "erlebe auch das UKL eine stetige Verschlechterung der wirtschaftlichen Rahmenbedingungen", hatte Zimmer erklärt. Fleig sagte bei dem Empfang: "Wir haben uns den Krisen des vergangenen Jahres selbstkritisch gestellt."

Wie berichtet, war Ende Mai 2012 öffentlich geworden, dass das UKL bereits seit 2010 mit gefährlichen Darmkeim-Infektionen (KPC) zu kämpfen und das Gesundheitsamt zu spät darüber informiert hatte. Im Dezember 2012 wurden dann bei einer externen Kontrolle Falschangaben gegenüber der Organisation Eurotransplant festgestellt. In rund 40 Fällen waren Patienten, die auf eine Spenderleber warteten, als solche mit Dialyse angegeben worden, obwohl sie eine solche Nierenersatz-Behandlung nicht bekommen hatten. Im Zuge des Krisenmanagements wurden der zuständige Klinik-Direktor und zwei Oberärzte vom Dienst suspendiert, mit Letzteren wurde später das Arbeitsverhältnis gelöst. Ebenso wie bei KPC ist auch beim Organspende-Skandal die Staatsanwaltschaft aktiv.

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 22.06.2013

Beck, Mario

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