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Lokales Uni-Klinikum Leipzig: Wirtschaftlich genesen, baulich auf Zuwachs programmiert
Leipzig Lokales Uni-Klinikum Leipzig: Wirtschaftlich genesen, baulich auf Zuwachs programmiert
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17:54 14.06.2016
Zogen Bilanz für das Jahr 2015: UKL-Aufsichtsratschef Knut Löschke, Vorstandssprecher Wolfgang Fleig, kaufmännischer Vorstand Marya Verdel und Medizin-Dekan Michael Stumvoll (von rechts). Quelle: Wolfgang Zeyen
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Leipzig

Am Leipziger Universitätsklinikum (UKL) sind die Zeiten der roten Zahlen vorbei. Nachdem es 2013 mit rund 7,3 Millionen Euro in die Verlustzone gerutscht war und 2014 noch ein Minus von 5,2 Millionen Euro verzeichnete, konnte 2015 ein positives Jahresergebnis von knapp zwei Millionen Euro erwirtschaftet werden. „Dank der Anstrengungen aller Mitarbeiter des Klinikums wurde die Trendwende geschafft “, erklärte Aufsichtsratschef Professor Knut Löschke am Dienstag bei der Vorlage der Bilanz. „Das ist eine hervorragende Leistung – auch mit Blick auf die wirtschaftliche Zukunftsfähigkeit des Klinikums.“

Dass das UKL ökonomisch wieder in die Erfolgsspur zurückgekehrt ist, machte Marya Verdel, die im Vorstand für den kaufmännischen Bereich zuständig ist, an mehreren Faktoren fest. Einerseits stiegen die im letzten Jahr am Klinikum erbrachten diagnostischen und therapeutischen Leistungen gegenüber 2014 erheblich. Die Zahl der teil- und vollstationär behandelten Fälle lag 2015 bei 55 000, im Jahr davor waren es noch etwa 52 700. Parallel dazu erhöhte sich der sogenannte Case-Mix-Index (CMI), der den durchschnittlichen Schweregrad der behandelten Erkrankungen abbildet. Der CMI wuchs von 1,45 im Jahr 2014 auf 1,53 im letzten Jahr. Zugelegt wurde ebenso bei den Patientenzahlen in den Ambulanzen. Wurden 2014 zirka 656 000 Ambulanzbesuche registriert, waren es im Vorjahr fast 669 000.

Verdel, die seit Jahresbeginn die kaufmännischen Geschäfte führt, nannte es „eine weise Entscheidung“, dass in den finanziell schwierigen Jahren 2013/14 kein Personal abgebaut wurde. „So hatten wir qualifizierte Fachleute an Bord, um 2015 den enormen Leistungssprung zu erreichen.“ Ausweislich der Statistik waren am UKL Ende letzten Jahres 3898 Mitarbeiter beschäftigt, 2014 lag die Zahl bei 3836. Die Belegschaft wird in diesem Sommer wieder eine Sonderzahlung bekommen. In den letzten zwei Jahren war die Prämie ausgefallen, denn sie ist an ein positives Jahresergebnis geknüpft.

Für 2015 konnte das UKL nicht nur die zurückgewonnene Wirtschaftskraft auf der Habenseite verbuchen. Vorstandssprecher Professor Wolfgang Fleig verwies auf wichtige strukturelle Weichenstellungen wie die Etablierung von Zentren für seltene Erkrankungen, für Allergologie, für Infektionsmedizin und für Arzneimittelsicherheit. Ebenso seien im letzten Jahr mehrere wichtige Professorenberufungen erfolgt, unter anderem für die Kinderchirurgie. Explizit hob Fleig den weiteren Ausbau der Gefäßmedizin und den neu gefassten Kooperationsvertrag mit dem Helios-Herzzentrum in Probstheida hervor.

Baulich geht es bei der Leipziger Hochschulmedizin in der Liebigstraße weiter voran. Größter Investitionsbrocken ist die UKL-Osterweiterung. Am Freitag wird für diesen rund 50 Millionen Euro teuren Klinik-Neubau im Beisein von Sachsens Ministerpräsident Stanislaw Tillich (CDU) feierlich der Grundstein gelegt.

Von Mario Beck

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