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Lokales Uni Leipzig: Bildungswissenschaftliches Zentrum bekommt Laufbilder
Leipzig Lokales Uni Leipzig: Bildungswissenschaftliches Zentrum bekommt Laufbilder
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22:00 26.06.2017
Professor Christoph Ruckhäberle mit seinem Entwurf für die Gestaltung der Flurböden im neuen Bildungswissenschaftlichen Zentrum der Leipziger Uni auf dem Campus an der Jahnallee. Er gewann den Wettbewerb für die dortige Kunst am Bau Quelle: André Kempner
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LEIPZIG

Die Kunst am Bau für das derzeit entstehende Bildungswissenschaftliche Zentrum (BWZ) der Leipziger Uni lässt sich der Freistaat Sachsen rund 79 000 Euro kosten. Im kommenden Jahr soll der Gebäudekomplex auf dem Campus an der Jahnallee seiner Bestimmung übergeben werden, am Montag wurde der Siegerentwurf für die künstlerische Innengestaltung des BWZ vorgestellt. Er stammt von Professor Christoph Ruckhäberle, der der neuen Leipziger Schule zugerechnet wird. Bei dem entsprechenden Wettbewerb des Sächsischen Staatsbetriebes für Immobilien und Baumanagement waren acht Entwürfe eingegangen, die Jury gab dem von Ruckhäberle den Zuschlag.

„Laufbilder“ ist er überschrieben und thematisiert die BWZ-Flure als lineare architektonische Räume sinnstiftender Bewegung fürs Denken, Lernen und Forschen. Die bis zu 70 Meter langen Fußböden in drei Etagen des Zentrums sollen demnach mit ausdrucksstarken Linoleum-Intarsien versehen werden. „Der Arbeit gelingt es in besonderer Weise, in Farbgebung und Form einen Bezug zur Umgebung herzustellen und den dynamischen Aspekt des Lernens zu reflektieren“, urteilte die Jury. Als bespielbare Geometrie werde mit dem Werk eine Interaktion von Geist und Bewegung geboten.

Ruckhäberle erklärte, der Wettbewerb sei sehr offen angelegt gewesen und habe so einen großen Ideenraum geboten. Wichtige Impulse für ihn seien von einem Rundgang auf der BWZ-Baustelle und einem Besuch des Linoleum-Werkes in Delmenhorst ausgegangen. Als ein „Kunststück, das auch stark mit den Nutzererwartungen korrespondiert“, bezeichnete Professor Christian Glück den Siegerentwurf. Der ehemalige Dekan der erziehungswissenschaftlichen Uni-Fakultät gehörte dem Preisgericht an. Seine Nachfolgerin im Dekanamt, Professorin Simone Reinhold, meinte, mit dieser Kunst werde die Brücke zu den Inhalten von Lehre und Forschung der Fakultät geschlagen. Das BWZ bekomme gewissermaßen eine innere Adresse.

Wie berichtet, soll das Zentrum im Mai nächsten Jahres fertiggestellt werden und der unter Platzmangel leidenden Fakultät ein modernes Domizil bieten. Rund 24,8 Millionen Euro investiert der Freistaat in den Gebäudekomplex. Integriert werden auf einer Nutzfläche von 7700 Quadratmetern unter anderem Seminarräume, ein Hörsaal, Büros sowie die Bibliotheken der Erziehungs- und Sportwissenschaften. Außerdem ist eine Kindertagesstätte vorgesehen, in der auch Forschungsstudien betrieben werden. Momentan wird am BWZ die letzte Fassadenlücke geschlossen, der Innenausbau geht planmäßig voran. Zum Wintersemester 2018/19 soll dort der Studienbetrieb voll anlaufen und dann die Umgestaltung des Turmes am Haus 1 auf dem Campusareal beginnen.

Von MARIO BECK

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