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Lokales Uni Leipzig: Juristenfakultät auf Wachstumskurs
Leipzig Lokales Uni Leipzig: Juristenfakultät auf Wachstumskurs
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00:21 22.10.2017
Blick in die Bibliothek der Uni-Juristenfakultät.   Quelle: André Kempner
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Leipzig

 Sie ist in den Etagen über dem Casino im Petersbogen in der City ansässig, auf Wachstum programmiert, und das bringt für die Juristenfakultät der Leipziger Uni auch Probleme mit sich. Wenn die Kommilitonen in der Bibliothek im zweiten Stock des Gebäudes ein Plätzchen suchen, dann könnte das alsbald zum Glücksspiel werden, denn ihre Kapazitäten reichen nicht mehr aus. „Die Bibliothek ist in doppelter Hinsicht zu klein – einerseits hinsichtlich der höheren Studentenzahl, andererseits bezüglich der neuen Fächer, für die die Literatur untergebracht werden muss“, schildert Dekan Professor Tim Drygala die Situation.

Während in den letzten Jahren mit staatlicher Maßgabe vor allem die Lehrerausbildung an der Alma mater forciert wurde, sind nun die Rechtswissenschaften dran. Denn der Freistaat Sachsen will einem perspektivisch drohenden Engpass bei Volljuristen mit dem Ausbau der Fakultät begegnen. 2016 hatte es dafür eine politische Weichenstellung gegeben, die an der Technischen Universität Dresden für Proteste sorgte: Dort werden die Jura-Studiengänge nun abgewickelt und die Lehrstühle nach Leipzig verlagert, um die hiesige Fakultät zu stärken.

Bis Ende 2018 ziehen weitere zwei Professoren von der Landeshauptstadt an die Pleiße um, drei sind jüngst schon an ihrem neuen Standort angekommen. Neben diesen Versetzungen werden die hiesigen Rechtswissenschaften noch mit neuen Stellen ausgestattet. Vier zusätzliche Professuren werden eingerichtet, allerdings befristet bis 2023. In Summe verfügt die Fakultät im Endausbau über 26 Professuren und gehört dann zu den größeren und fachlich breit aufgestellten Juristen-Ausbildungsstätten in Deutschland.

Wohin die Reise geht, zeigt sich bereits an den aktuellen Immatrikulationszahlen: 590 Erstsemester wurden aufgenommen, rund 130 mehr als im Vorjahr. Künftig soll es jährlich sogar 750 Studienstarter geben. Um diese Zielzahl zu erreichen, muss der gesamte neue Lehrkörper aber erst formiert sein. Es werde viel Bewegung geben, so Drygala, der von einer verantwortungsvollen Aufgabe spricht. Wissenschaftliche Mitarbeiter sind gesucht, praktikable Raumlösungen für die Lehrveranstaltungen mit den steigenden Teilnehmerzahlen schon gefunden.

Zwar soll der Etat der Bibliothek steigen, aber die Platzfrage ist nicht abschließend geklärt. Interimsweise soll es einen zweiten Standort geben. Wo er hinkommen könnte, wird derzeit geprüft. Drygala: „Wir müssen aber möglichst schnell eine langfristig tragfähige Lösung finden.“

Von Mario Beck

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