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Lokales Uni Leipzig: Rektorstelle zum zweiten Mal ausgeschrieben
Leipzig Lokales Uni Leipzig: Rektorstelle zum zweiten Mal ausgeschrieben
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07:00 03.08.2016
Rektorkette der Leipziger Uni. Quelle: Christian Modla
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Leipzig

Alles auf Anfang: Nach dem gescheiterten Rektor-Wahlverfahren an der Leipziger Uni ist der Spitzenposten jetzt erneut ausgeschrieben worden. Aus der Annonce geht hervor, dass die Stelle zum nächstmöglichen Zeitpunkt zu besetzen ist, als Termin für den Bewerbungsschluss wird der 30. September angegeben. Angesichts des langwierigen Auswahlprozederes gilt es als unwahrscheinlich, dass es noch in diesem Jahr zu einem Votum kommt. Die reguläre fünfjährige Amtszeit von Beate Schücking war Ende Februar 2016 ausgelaufen, seitdem führt sie die Rektorgeschäfte kommissarisch weiter. In der Stellenausschreibung ist vermerkt, dass sich die 60-jährige Professorin für eine zweite Amtszeit bewerben wird.

Schon im März 2015, als die Stelle zum ersten Mal ausgeschrieben wurde, hatte Schücking ihre Kandidatur signalisiert. Letztlich gingen damals sieben Bewerbungen bei dem von Professor Reinhold Grimm geführten Uni-Hochschulrat ein. Vier Anwärter wurden zum Gespräch geladen: Am Start waren neben Amtsinhaberin Schücking der Dekan der hiesigen Uni-Fakultät für Physik und Geowissenschaften, Professor Jürgen Haase, sowie die Geschichtsprofessoren Eduard Mühle von der Uni Münster und Tassilo Schmitt von der Uni Bremen. Überraschend nominierte der Rat dann nur die zwei externen Bewerber und sorgte damit für monatelangen Zoff an der Alma mater. Senat und Erweiterter Senat brachten sich gegen den Hochschulrat in Stellung, ein Gutachten kam zu dem Schluss, dass Schückings Nichtnominierung das Gleichbehandlungsgebot verletzt habe.

Unverschuldet fanden sich Mühle und Schmitt inmitten eines zermürbenden Schlagabtausches der Gremien wieder und warfen letztlich das Handtuch. Im Dezember beendete Mühle seine Kandidatur, Anfang Januar zog Schmitt seine Bewerbung zurück. Das Trauerspiel um die Rektor-Personalie sorgte für reichlich Negativ-Schlagzeilen. Vor dem nun erfolgten neuen Anlauf war Besserung gelobt worden: Die Senatoren und Mitglieder des Hochschulrates versuchten sich in vertrauensbildenden Maßnahmen. Allerdings monierte der Studentenrat weiter „eine mangelnde Dialogbereitschaft“ des Hochschulrates.

Nach dem Bewerbungsschluss wird sich zunächst eine Findungskommission mit den Kandidaturen befassen und dann dem Hochschulrat vorschlagen, wer zum Hearing gebeten wird. Vom Rat können maximal drei Bewerber für die Rektorwahl nominiert werden, der akademische Senat hat kein Vetorecht bezüglich der Kandidatenliste. Die eigentliche Abstimmung obliegt dem Erweiterten Senat der Alma mater. Üblich ist, dass sich die gelisteten Kandidaten vorher hochschulöffentlich vorstellen. Dazu war es beim Tohuwabohu des letzten Wahlverfahrens nicht gekommen.

Von Mario Beck

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