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Lokales Uni Leipzig erhält fast 200 000 Euro für die Leukämieforschung
Leipzig Lokales Uni Leipzig erhält fast 200 000 Euro für die Leukämieforschung
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15:45 11.09.2015
Dietger Niederwieser, Alexander Prinz von Sachsen und Beate Schücking (von links) bei der Scheckübergabe. Quelle: André Kempner
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Leipzig

Der Prinz im ehemaligen Königlichen Palais. Wo einst seine erlauchten Vorfahren bei ihren Leipzig-Besuchen abstiegen, übergab Alexander von Sachsen, heute Chef des Hauses Wettin, in seiner Eigenschaft als Vorsitzender des Vereins Zusammen gegen den Krebs e.V. einen Spendenscheck in Höhe von 187 000 Euro an die Rektorin der Universität, Beate Schücking. „Das sieht sehr beeindruckend aus“, sagte sie in Anbetracht der opulenten Summe und reicht die Spende sogleich weiter an Dietger Niederwieser, Chefarzt der Abteilung Hämatologie und Internistische Onkologie des Universitätsklinikums.

Der Verein Zusammen gegen den Krebs hat in den vergangenen Jahren bereits Spenden von über 900 000 Euro eingeworben und diese speziell der Leukämieforschung in Leipzig zur Verfügung stellen können. Mit der aktuellen Spende von fast 200 000 Euro können zwei konkrete Projekte gefördert werden. Eins befasst sich mit der funktionellen Leukämiediagnostik. Konkret geht es um die systematische Charakterisierung von Stoffwechseleigenschaften leukämischer Zellen. Das zweite Projekt hat die genaue Quantifizierung von Leukämiezellen bei der Behandlung von Patienten mit akuter myeloischer Leukämie zum Thema.

Am Leipziger Universitäts-Klinikum befassen sich unter Niederwiesers Leitung fünf Arbeitsgruppen mit der Leukämieforschung, demnächst werden die Ergebnisse erneut weltweit präsentiert. Rektorin Schücking verwies bei der Spendenübergabe auf den rasanten Fortschritt speziell bei der Bekämpfung der Leukämie in den vergangenen drei Jahrzehnten. War vor nicht mal 40 Jahren die Leukämie kaum zu heilen, so sind die Überlebenschancen heute um ein Vielfaches besser. Schücking: „Entwicklung kommt von Forschung. Und die wird im konkreten Fall in der Klinik von Professor Niederwieser sehr erfolgreich und vor allem auch nah am Patienten praktiziert.“

Alexander Prinz von Sachsen versprach am Freitag, dass der von ihm geleitete Verein auch künftig sehr aktiv sein wird, um weitere ansehnliche Spenden der Leipziger Klinik zur Verfügung stellen können. Der rasante Fortschritt sorgt auch dafür, dass die Medizintechnik schon nach vergleichsweise kurzer Zeit erneuert werden muss. Vereinsvorstand Jochen Müller-Berndorff zu dieser Problematik: „Da steht der Herr Professor vor uns und bittet schon wieder um Hilfe. Wir werden also weiter Spenden sammeln und schon demnächst den nächsten Scheck übergeben.“ Es ist ja auch nicht mehr weit bis zur Schallmauer der ersten Million.

Von Thomas Mayer

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