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Lokales Uni Leipzig rüstet sich für das Rennen um neue Fördergelder
Leipzig Lokales Uni Leipzig rüstet sich für das Rennen um neue Fördergelder
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00:17 10.06.2016
Blick ins Labor des Translationszentrums für Regenerative Medizin (TRM). Die Universität Leipzig will weiter in den oberen Forschungs-Ligen mitspielen. Quelle: dpa-Zentralbild
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Leipzig

Die Universität Leipzig läuft sich warm im Rennen um Fördergelder aus der Exzellenzinitiative des Bundes und der Länder. Aktuell fließt aus diesem Topf gar kein Geld in die hiesige Alma mater. Jetzt hofft man, in der nächsten Runde punkten zu können. Am 16. Juni entscheiden die Ministerpräsidenten endgültig über die nächste Runde zur Exzellenzinitiative.

Drei Förderlinien bietet das Programm „Exzellenzinitiative des Bundes und der Länder zur Förderung von Wissenschaft und Forschung an deutschen Hochschulen“. Gesamtvolumen: aktuell 2,7 Milliarden Euro von 2012 bis 2017. Der Status der Elite-Universität ist die Goldmedaille; in Sachsen hat nur die TU Dresden ein solches Prädikat – bundesweit gibt es bloß elf Hochschulen mit diesem Prädikat. Zweite Linie sind die Graduiertenschulen – in Leipzig erhielt die Graduiertenschule Buildmona von 2006 bis 2012 Geld aus der Exzellenzinitiative, dann fiel sie aus der Förderung. Die dritte Linie bilden Zuschüsse für Exzellenzcluster.

Hoffnungen auf den Status einer Elite-Universität macht man sich in Leipzig längst nicht mehr. Es wird dazu keine Bewerbung geben. Selbst die TU Dresden muss wegen der starken Konkurrenz um ihren Status bangen; dass sie nur aufgrund eines Regionalproporzes Elite-Uni bleibt, gilt keineswegs als sicher.

Die Universität Leipzig setzt in der neuen Bewerbungsrunde bei den Exzellenzclustern an. „Wir haben uns seit 2013 in einem Profilierungsprozess intensiv auf die kommende Exzellenzinitiative vorbereitet“, erklärt Uni-Rektorin Beate Schücking. Konkret wurden drei strategische Bereiche herausgebildet, die als Hauptforschungsschwerpunkte gelten: „veränderte Ordnungen in einer globalisierten Welt“, „Intelligente Methoden und Materialien“ sowie „nachhaltige Grundlagen für Leben und Gesundheit“.

In mehreren Bereichen habe die Universität Leipzig in Verbünden mit starken Partnern oder Einzelwissenschaftlern Potenzial aufgebaut, sagt Schücking. Mit dem Deutschen Zentrum für Integrative Biodiversitätsforschung (Idiv) als Einrichtung der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) sei 2012 zudem 2012 bewiesen worden, dass man gemeinsam mit den Nachbaruniversitäten in Halle und Jena Exzellenzpotenzial habe. Das Idiv sei das sogar noch über den Exzellenzclustern angesiedelt. Hinzu komme die Nachwuchsförderung in der Research Academy Leipzig.

„Mit mindestens einem Cluster-Antrag“ will die Uni ins Rennen gehen, sagt Schücking. Jetzt wartet die Rektorin auf die genauen Bewerbungs-Modalitäten. Erst wenn die Ausschreibung veröffentlicht sei, könne man genauer einschätzen, wie es weitergeht. „Derzeit nutzen wir die Zeit zur Sondierung möglicher Zuschnitte von Forschungsclustern und dafür passfähiger Kooperationen mit wichtigen Partnern.“

Die besondere Stärke der Universität Leipzig liege allerdings „gerade auch in einer gewissen Breite und Ausgewogenheit hoher Forschungsqualität in den Natur- und in den Geisteswissenschaften, in den Lebens- und den Sozialwissenschaften“. Daher könne es nicht nur um das augenblickliche „Spitzenforschungsrennen“ gehen, sondern auch um andere Entwicklungen in anderen Bereichen.

Ende vergangenen Jahres hatte die Uni zwei neue Sonderforschungsbereiche eingeworben – einen im Bereich der Globalisierungsforschung, einen im Bereich Klimaforschung/Meteorologie (Arktische Klimaveränderung). Und: Der Sonderforschungsbereich „Funktionalität oxidischer Grenzflächen“ mit der Universität Halle-Wittenberg geht in die dritte Förderphase. Die DFG fördert die Kolleg-Forschergruppe „Säkularitäten“.

Der Landtagsabgeordnete Holger Mann setzt auf die neuen Förderformate in der vierten Runde der Exzellenzinitiative. Vor allem die verstärkte Bezuschussung überregionaler Kooperationsmodelle oder die verstärkte Förderung in den Bereichen Sozial- und Kulturwissenschaften biete Potenzial für Leipzig, so der hochschulpolitische Sprecher der SPD-Landtagsfraktion.

Von Björn Meine

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