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Uni Leipzig sagt Freefight-Veranstaltung wegen rechtsradikaler Verbindungen Beteiligter ab

Uni Leipzig sagt Freefight-Veranstaltung wegen rechtsradikaler Verbindungen Beteiligter ab

Die Universität Leipzig hat eine geplante Freefight-Veranstaltung in der Ernst-Grube-Halle aufgrund mutmaßlich rechtsradikaler Verbindungen beteiligter Personen abgesagt.

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Blick auf die Ernst-Grube-Halle auf dem Sportcampus der Uni Leipzig. (Archivfoto)

Quelle: André Kempner

Leipzig. Wie es in einer Mitteilung der Hochschule vom Mittwoch heißt, sollte der vom „Imperium Fighting Championship“ organisierte Wettkampf am 4. April im Gebäude auf dem Sportcampus stattfinden. Das Rektorat habe nun aber vom Rücktrittsrecht Gebrauch gemacht, heißt es. Die Organisatoren kündigten juristische Schritte an.

 

„Nachdem wir in der vergangenen Woche über die Hintergründe der Veranstaltung informiert worden sind, haben wir sofort gehandelt", erklärte Rektorin Beate Schücking. Die Entscheidung sei im Rektorat einstimmig gefallen, das Rücktrittsrecht mit dem Veranstalter vertraglich vereinbart gewesen. „Das Rektorat wird künftig verstärkt ein Auge darauf haben, dass für vergleichbare Veranstaltungen kein Raum zur Verfügung gestellt wird – denn sie entsprechen nicht dem Leitbild einer weltoffenen und toleranten Hochschule und schaden dem Ansehen unserer Universität“, so Schücking weiter.  

Hinweise kamen von Studenten

Erste Hinweise, dass bei der geplanten Freefight-Veranstaltung auf dem Uni-Gelände auch Personen mit Verbindungen ins rechtsradikale Milieu tätig sein könnten, kamen offenbar von Studenten der Hochschule. „Wir haben dann recherchiert, Informationen zusammengetragen und die Uni-Leitung darauf aufmerksam gemacht“, erklärte ein Sprecher des StudentInnenrates gegenüber LVZ-Online. Die Recherchen hätten ergeben, dass mehrere Beteiligte über rechtsradikale Netzwerke verfügen.  

Anschließen sei rekonstruiert worden, wie der Veranstaltungsvertrag mit der Uni zu Stande gekommen sei. Laut des zuständigen Dekanatsrat Marco Morgner hatte die Sportwissenschaftliche Fakultät den Kontrakt im Dezember irrtümlich geschlossen. „Für das Dekanat der Sportwissenschaftlichen Fakultät war zunächst nicht erkennbar, was dahintersteckt. Wären auch nur Teile der jetzt vorliegenden Hintergründe bei Antragstellung bekannt gewesen, wäre die Veranstaltung nie genehmigt worden“, so Morgner.  

 

Veranstalter wehrt sich gegen Vorwürfe

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Website des "Imperium Fighting Championship": Auf ihrer Homepage werben die Veranstalter für das Event am 4. April in der Grube-Halle.

Quelle: Screenshot

Laut Webseite des Veranstalters „Imperium Fighting Championship“ sollte am 4. April in der Ernst-Grube-Halle unter anderem auch ein Leipziger Kämpfer antreten, der zuvor beim US-Marktführer „Ultimate Fighting Championship“ (UFC) unter Vertrag gestanden hatte. Nach Berichten über dessen Verbindungen zur Neonazi-Szene soll das US-Unternehmen den Kontrakt mit dem Messestädter aber 2013 aufgekündigt haben. Zuvor soll der Messestädter Medienberichten zufolge aufgrund ähnlicher Vorwürfe auch von einem Freefight-Event in Essen ausgeschlossen worden sein.

In einem Statement bei Facebook wehrten sich die Veranstalter am Nachmittag gegen die Vorwürfe. "Wir sind eine unpolitische Veranstaltungsreihe und haben das in der Vergangenheit bewiesen", hieß es. "Für Ausgrenzung ist bei uns kein Platz!" Die Initiatoren erklärten, dass bereits rechtliche Schritte gegen die Kündigung eingeleitet worden seien. An der Veranstaltung für den 4. April werde weiter festgehalten. Ob diese in der Grube-Halle oder an einem Ausweichort stattfinden wird, ist aktuell jedoch unklar.

LVZ

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