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Lokales Unicef-Partnerschaft geht von Leipzig an Karlsruhe
Leipzig Lokales Unicef-Partnerschaft geht von Leipzig an Karlsruhe
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13:32 13.01.2010
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Leipzig

Seit 1991 ist im Wechsel immer eine andere deutsche Stadt Partner von Unicef. In Leipzig kamen nach den neuesten Angaben bei rund 140 Aktionen mehr als 400 000 Euro Spenden zusammen. „Seit voriger Woche haben wir die Grenze geknackt“, sagte Leipzigs Oberbürgermeister Burkhard Jung (SPD).

Anvisiert war ein Euro pro Einwohner - 500 000 Euro. Jung wertete die Aktion trotzdem als „schönes Ergebnis“. Dazu habe der Sponsorenlauf von Grundschülern genauso beigetragen, wie das Unternehmen, das auf die Weihnachtsfeier verzichtete und stattdessen für Unicef spendete. Das endgültige Spendenergebnis wird bei einer Abschlussveranstaltung am 26. Januar bekanntgegeben.

Karlsruhe will 300 000 Euro an Spendengeldern sammeln - ebenfalls einen Euro pro Einwohner, sagte Oberbürgermeister Heinz Fenrich (CDU). „Leipzig hat Maßstäbe gesetzt. Sie haben uns einen starken Pass vorgelegt.“

Ebenso wie Leipzig will Karlsruhe die Spenden für die Unicef-Projekte „Schulen für Afrika“ und „Überlebenspaket“ sammeln. Das Partnerschaftsjahr solle zugleich die Kinderfreundlichkeit in Karlsruhe stärken. Karlsruhe solle auch über das Jahr 2010 hinaus eine Stadt der Kinder sein.

Mit Spenden aus dem Projekt „Schulen für Afrika“ seien bisher unter anderem 680 Schulen neu gebaut oder umgebaut worden. 80 000 Lehrer wurden geschult, sagte die Unicef-Geschäftsführerin Regine Stachelhaus.

Die 2008 begonnene Partnerschaft von Leipzig war mitten in die Turbulenzen um Unicef in Deutschland geraten, als dem Kinderhilfswerk nach Verschwendungsvorwürfen und einer Führungskrise das Spendensiegel entzogen wurde. Die Stadt hatte ihre Partnerschaft daraufhin zunächst auf Eis gelegt, im Mai 2008 nach dem Neuanfang bei Unicef aber wieder aufgenommen und auf 2009 ausgedehnt.

dpa

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