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Lokales Unister-Anwälte melden sich bei Ermittlern – Leipziger Manager sitzen in Einzelzellen
Leipzig Lokales Unister-Anwälte melden sich bei Ermittlern – Leipziger Manager sitzen in Einzelzellen
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12:30 13.12.2012
Thomas Wagner, Chef des Leipziger Unternehmens Unister: Die Unister-Holding aus Leipzig beschäftigt 1600 Mitarbeiter und verdient seit 10 Jahren Geld mit Online-Portalen zur Reisen- und Flugbuchung, Partnerwahl, Einkaufen oder Kreditvermittlung. Quelle: Ja
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Leipzig/Dresden

Die beiden Führungskräfte sitzen nach wie vor in der Justizvollzuganstalt (JVA) Dresden in Untersuchungshaft. „Sie sind in Einzelzellen untergebracht und nehmen ganz normal am Haftalltag teil“, berichtete JVA-Leiter Ulrich Schwarzer. Der Tag im Dresdner Gefängnis beginnt schon früh. Bereits gegen 6 Uhr werden die Zellen kontrolliert. Eine Stunde am Tag ist für den Hofgang vorgesehen.

Unklar ist, ob die beiden Manager auch die Weihnachtstage hinter Gittern verbringen müssen. „Die Anwälte können auch Haftbeschwerde einlegen“, berichtete Klein. Danach würde geprüft, ob weiter eine Flucht- und Verdunklungsgefahr vorliegen. Denkbar sei, dass der Haftbefehl wieder aufgehoben wird oder der Vollzug gegen Auflagen ausgesetzt werde. So könnten Wagner und Kirchhof gegen Zahlung einer Kaution, der Verpflichtung sich täglich bei der Polizei zu melden oder auch gegen die Hinterlegung ihrer Reisepässe wieder auf freien Fuß kommen.

Die Beamten des Landeskriminalamtes sind derweil mit der Auswertung der beschlagnahmten Akten und Computer beschäftigt. „Das ist jetzt normales Geschäft“, so Klein. Ergebnisse liegen noch nicht vor.

Bei Unister, mit Hauptsitz in Leipzig, hatten am Dienstag 130 Einsätzkräfte 20 Büros in vier Städten durchsucht. Das Internetunternehmen betreibt Portale wie ab-in-den-urlaub.de oder fluege.de.

Unister soll Versicherungsprodukte vertrieben haben, ohne dafür eine entsprechende Genehmigung zu besitzen. Außerdem, so der Vorwurf der Ermittler, habe das Unternehmen für die abgeschlossenen Verträge keine Steuern abgeführt. Der Schaden beim Fiskus liegt laut Generalstaatsanwaltschaft bei mindestens einer Million Euro.

Matthias Roth

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