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Lokales Unister-Streit: CDU sieht Stadtplaner als Bremsklotz
Leipzig Lokales Unister-Streit: CDU sieht Stadtplaner als Bremsklotz
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21:51 15.02.2010
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Leipzig

Wie die LVZ am Sonnabend berichtete, liegt das 40-Millionen-Euro-Projekt seit Monaten auf Eis. Grund: Investor und Stadt können sich nicht über eine zusätzliche Etage einigen, auf der 200 Mitarbeiter einziehen sollen.

Die CDU-Stadträte in den Fachausschüssen Wirtschaft und Arbeit sowie Stadtentwicklung und Bau hätten bereits im vergangenen Dezember zu den Problemen bei dem Neubau-Vorhaben am Brühl/Ecke Goethestraße nachgefragt, so Maciejewski weiter. "Die Verwaltung versicherte uns, dass sie alle Mittel und Wege ausschöpfen wolle, um dieses Vorhaben an diesem Standort verwirklichen zu können. Geschehen ist augenscheinlich gar nichts." In den letzten Jahren sei Verhinderung oder Behinderung von Investitionen "das Spezialgebiet des Stadtplanungsamtes" geworden. "Die Stadtplanungsbürokraten hatten keine Skrupel, ein Machwerk wie das Bildermuseum zuzulassen. Auch deshalb fehlt mir jegliches Verständnis für das Verhalten gegenüber der Firma Unister. Arbeitsplätze sind wichtiger als die Eitelkeiten selbstherrlicher Stadtplaner." Die CDU erwarte von Oberbürgermeister Burkhard Jung (SPD), dieses Verhalten schnellstens zu korrigieren. Auch wolle die Union das Thema in der nächsten Ratsversammlung zur Sprache bringen.

Hingegen meint Stadtrat Siegfried Schlegel (Linke), Unister-Chef Thomas Wagner sei es "nie um einen ehrlichen Kompromiss gegangen". Die "gebetsmühlenartig vorgetragenen Argumente" würden belegen, dass er "sein ursprüngliches, nicht genehmigungsfähiges Hochhausprojekt durchzudrücken" versuche. Schon das Wettbewerbsergebnis sei ein grenzwertiger Kompromiss gewesen, "da der Neubau benachbarte Gebäude immer noch erheblich überragt". Auch Unister müsse sich an die Gesetze halten, so Schlegel.

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