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Lokales Universitätsprediger Zimmerling bezeichnet neue Kirche als „Wunder von Leipzig“
Leipzig Lokales Universitätsprediger Zimmerling bezeichnet neue Kirche als „Wunder von Leipzig“
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19:55 03.12.2017
Universitätsprediger Peter Zimmerling (l.) und Landesbischof Carsten Rentzing (r.) beim Eröffnungsgottesdienst in der neuen Universitätskirche.  Quelle: André Kempner
Leipzig

 Die neue Universitätskirche St. Pauli ist am Sonntag mit einem Eröffnungsgottesdienst geweiht worden. Der Neubau soll künftig Aula, Kirche und Zentrum der Universitätsmusik sein. An gleicher Stelle stand bis zum 30. Mai 1968 die 700 Jahre alte Paulinerkirche, bevor sie durch das DDR-Regime gesprengt worden war.

Die neue St.-Pauli-Kirche erinnere an das, was gewesen ist und führe zugleich in die Zukunft, so Carsten Rentzing. „Möge diese Kirche für viele zum Ort des Heils werden“, sagte Sachsens Landesbischof, bevor er die Kirche sowie Altar, Orgeln, Taufstein und Ambo weihte. Die Altarlichter wurden an einer Kerze entzündet, die 1968 kurz vor der Sprengung der alten Paulinerkirche geborgen worden war.

Mit einem Festgottesdienst und einem Orgelkonzert wurde am Sonntag die Wiedereröffnung des Paulinums gefeiert. Fotos: André Kempner

„Hier steht sie nun: die Kathedrale des Wissens, der Erkenntnis und des Glaubens – nutzen Sie sie gemeinsam – nicht gegeneinander“, sagte Landtagspräsident Matthias Rößler (CDU). Er würdigte „die große Gemeinschaftsleistung der Leipziger Bürgerschaft“. Hier sei ein Ort entstanden, „an dem wir neue Ideen entwickeln und neue Wege des Denkens und des Glaubens gehen können“. Torsten Bonew sah im neuen Bau einen „Triumph über den Ungeist und die Willkür der Unterdrückung“. 1968 hätte auch die Stadt ihre Zustimmung zur Zerstörung gegeben, sagte Leipzigs Finanzbürgermeister (CDU). Die 100 000 Euro der Kommune für die Schwalbennest-Orgel seien „ein Zeichen der Sühne durch unsere Stadt“. Sie freue sich, dass das neue Miteinander von Kirche und Wissenschaft nun beginnen könne, erklärte Uni-Rektorin Beate Schücking.

Universitätsprediger Peter Zimmerling dankte allen, die sich für das neue geistig-geistliche Zentrum der Stadt eingesetzt haben: der Universität, dem Staatsbetrieb Sächsisches Immobilien- und Baumanagement (SIB), Handwerkern, Technikern – und natürlich dem Freistaat als Bauherrn und Geldgeber. „Die Resignation ist nicht imstande, die Kraft des Geistes zu brechen“, sagte Universitätsprediger Zimmerling mit Blick auf Trauer und Wut über die Zerstörung des Vorgängerbaus. „Der Weg bis zur Heimkehr war steinig.“ Zimmerling nannte den Neubau das „Wunder von Leipzig“, würdigte die Weite und Klarheit des Raumes, die geretteten Kunstwerke und die topmoderne Technik des Baus. „Der Universitätsgottesdienst kehrt nun an seinen angestammten Ort zurück. Die Kämpfe und Auseinandersetzungen der vergangenen Jahrzehnte liegen hinter uns – beste Voraussetzungen dafür, dass sich Versöhnung ausbreiten kann“, so Zimmerling. Freunde von außerhalb hätten oft Parallelen zum unvollendeten Berliner Großflughafen gezogen, bemerkte er in seiner Predigt. Auch deshalb sei er froh, dass nun fast alles fertig sei. Der Aula-Kirche-Bau hat acht Jahre länger gedauert als geplant und war mit rund 117 Millionen Euro doppelt so teuer wie vorgesehen.

Von Björn Meine

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