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Lokales „Unser Herz schlägt in Nordost“
Leipzig Lokales „Unser Herz schlägt in Nordost“
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22:18 13.05.2018
10. Wasserfest Thekla am See in Leipzig. Auftritt der Band The Firebirds. Quelle: André Kempner
Leipzig

Thekla ahoi: Geniale Konstruktionen, wagemutige Mannschaften, harte Kämpfe und euphorische Zuschauer – das Badewannenrennen am Sonnabend war eines von vielen Höhepunkten beim Wasserfest im Leipziger Stadtteil Thekla. Los ging die dreitägige Party schon am Abend zuvor, als Ministerpräsident Michael Kretschmer das Jubiläums-Wasserfest am Bagger eröffnete und die Band The Firebirds den Auftakt musikalisch begleitete. Brodelte es abends auf der Bühne, brodelten tags darauf die Fluten. Ging es doch um nichts Geringeres als um den „10. Grand Prix de Nordost auf der Baggerwelle“. Erneut traten zehn Teams mit ihren selbstgebauten Booten gegeneinander an: Familien, Freundeskreise, Vereine, regionale Unternehmen oder Hilfsorganisationen wie die Malteser gehören zu den Erbauern der schwimmenden „Kisten“. Vor dem Start konnten diese von Tausenden Schaulustigen ausgiebig bestaunt werden.

Am Samstag hieß es auf dem 10. Wasserfest in Leipzig: Pack die Badewanne ein. Wagemutige Freizeitpaddler erstürmten Thekla am See und paddelten um die Wette. Im Ziel wartete der „Grand Pix de Nordost auf der Baggerwelle“. Fotos: André Kempner

Schwimmende Badewannen auf dem Bagger

Sie nennen sich „Krake Thekla“, „Kleine Stadtfarm“, „Badewanne des Todes“ oder „Rennbob“ und punkten durch Optik, imposante Aufbauten und Erfahrung. „Wir sind von Anfang an dabei“, erzählen Dirk und Marco vom „Rennbob“-Team. Jedes Jahr werde das einstöckige Gefährt erweitert – schnell bleibe es trotzdem. Kein Problem für die Crew aus begabten Handwerkern. Kann die Mannschaft der „Krake Thekla“ da mithalten? „Wir möchten unseren dritten Platz vom Vorjahr verteidigen“, kündigen Tora (10), Milan (9) Leni (9) und Tom (10) selbstbewusst an. Das könnte klappen – schließlich fühlen sich Kraken im „Bagger“ wohl. Die Teilnahme am Wettstreit sei eine Teamleistung: „Wir haben uns den Fisch vorgestellt, unseren Papas den Auftrag erteilt, die Omas feuern uns an.“ Bei Prisca Voigt war ihr Opa, der Tüftler. Die 15-jährige Schülerin aus dem erzgebirgischen Lengefeld hatte den weitesten Weg zum Wasserfest. Gleich wird sie als schöne Helena auf der Galeere „Troja“ an den Start gehen. Fahrradantrieb statt Windkraft lautet Priscas Motto – dennoch macht der „Bagger“ keine Welle. Auf Letztere hofft die Mannschaft der Leipziger Wohnungs- und Baugesellschaft (LWB); komme es zu chaotischen Wasserschlachten, sei ihr LWB-Boot durch das Wintergartenhochhaus aus Sperrholz klar auszumachen.

Am Freitag hat Ministerpräsidenten Michael Kretschmer das Jubiläums-Wasserfest im Leipziger Stadtteil Thekla eröffnet. Die Band The Firebirds begleitete den Auftakt musikalisch. Am Samstag werden wieder einige Badewannen auf dem Bagger schwimmen.

„Immer schön oberhalb der Wasserfläche bleiben“

Schließlich ist es soweit: „Auf die Plätze, fertig, los“, ruft das gewohnt gut gelaunte Moderatoren-Duo Falk Dossin und Torsten Bonew – Vorsitzender des ausrichtenden Bürgervereins der eine, Leipzigs Finanzbürgermeister und Vereins-Schatzmeister der andere. Hilfreich auch ihr bewährter Tipp: „Immer schön oberhalb der Wasserfläche bleiben“. Während der Wettkampf um Geschick, Schnelligkeit und Performances seinen Lauf nimmt, geht es an Land nicht weniger turbulent zu. Mit viel Schwung weihen Kinder die neue Schaukel ein, die der Bürgerverein Nordost auf dem Spielplatz am See aufgestellt hat. Stets umringt: Clown Monello, der immer neue Jubiläumsblumen aus Luftballons zaubert. Ebenso beliebt – die Kletterwand: Dort suchen sich Finn (7) und Schwester Eva (4) den Weg nach oben. „Wir kommen jedes Jahr zum Wasserfest“, erzählt Anja Gröschel, die Mama der Geschwister. „Uns gefällt das breite Angebot für die Familien“, lobt die Mockauerin. Von der dreitägigen Party mit dem tollen Bühnenprogramm schwärmt Pierre Czarnik. Na klar komme auch er jedes Jahr zum Theklaer Wasserfest. „Das ist doch Pflicht. Wir wohnen hier in der Nähe. Man kennt jeden und freut sich auf die Leute. Unser Herz schlägt in Nordost.“ „Alles super“, fasst Franziska Klein zusammen. Eben noch feuerte sie ihren Favoriten beim Badewannenrennen an. Nun jubelt sie allen Teilnehmern zu – schließlich gelte auch bei der Theklaer Spaßveranstaltung das olympische Motto: Dabei sein ist alles.

Von Ingrid Hildebrandt

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