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Untreue-Prozess: Kaminski schweigt zu Vorwürfen - "Rumpelino" als erster Zeuge gehört

Untreue-Prozess: Kaminski schweigt zu Vorwürfen - "Rumpelino" als erster Zeuge gehört

Der Auftakt mit Anklageverlesung am Landgericht dauerte 20 Minuten. Kaum länger als der erste Verhandlungstag am 16. September war der zweite am Dienstag. Nach knapp einer Stunde war Schluss und zugleich klar: Der frühere Leipziger Finanzbeigeordnete Peter Kaminski (CDU) wird sich zu den Vorwürfen vorerst nicht äußern.

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Peter Kaminski (rechts) im Gespräch mit seinem Verteidiger Stephan Bonell.

Quelle: dpa

Leipzig. Verteidiger Stephan Bonell ließ offen, ob es überhaupt in dem voraussichtlich bis Januar 2011 laufenden Verfahren eine Erklärung geben wird. Am Dienstag hörte die Wirtschaftsstrafkammer als ersten Zeugen den Leipziger Unterhaltungskünstler Tilo Rosenberger, der mit dem Deutschen Clowntheater oder aber als "Rumpelino" mit Kinderprogrammen erfolgreich tourt. Nicht nur der 65-Jährige war verwundert, dass ausgerechnet er zur Erhellung von Ereignissen, die ein Jahrzehnt zurückliegen, beitragen könnte.

Wie berichtet, soll Kaminski 1999 bis 2001 dreimal Untreue zu Lasten der Stadt Leipzig begangen haben. Im ersten Fall geht es um einen Vertrag mit dem Unternehmer Roland Poser zum Umbau des Zentralstadions über eine Million Euro. Poser hatte den Auftrag, einen Stadionbetreiber zu finden. Obwohl letztlich nicht die Kommune, sondern der spätere Stadionbesitzer Michael Kölmel die Million bezahlte, sei der Stadt hier zumindest ein Vermögensgefährdungsschaden entstanden, so Staatsanwalt Till von Borries. Dahinter steht der Verdacht, ob Kaminski nicht dafür gesorgt haben könnte, dass eine unverdiente Provision geflossen sei. Zudem stehen die Gewährung von zwei zinslosen Darlehen sowie Steuerhinterziehung zur Debatte.

Zeuge Rosenberger wurde zu einem Punkt vernommen, der gar nicht Gegenstand der Anklage ist: Eine Veranstaltung zur Rettung der Kongreßhalle am 28. März 1998 auf dem Markt, bei der Künstler kostenlos auftraten. Tage später kam es nach Aktenlage zur Unterzeichnung einer Vereinbarung, wonach Rosenberger seine 2000-DM-Gage für eine CDU-Wahlveranstaltung von Kaminski zur Verfügung stellte und eine Spendenquittung erhielt. "Damit war ich nicht einverstanden", so der Zeuge. An Details erinnerte er sich nicht. Wohl aber daran, dass Poser der Organisator war.

Offenbar will das Gericht beleuchten, ob Kaminski ein Motiv hatte, Poser später zu bevorteilen.

Sabine Kreuz

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