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Lokales Urteil: Gericht schickt Brandstifter hinter Gitter
Leipzig Lokales Urteil: Gericht schickt Brandstifter hinter Gitter
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14:28 19.05.2015
Landgericht Leipzig. Quelle: André Kempner

wegen Brandstiftung sowie versuchten Diebstahls im Historischen Straßenbahnhof Möckern. Wie berichtet, hatte sich der Restaurantfachmann nach Ausbruch des Feuers am 1. April dieses Jahres kurz nach 5 Uhr vor Ort zunächst als Augenzeuge ausgegeben und die Polizei in die Irre geschickt. Angeblich wollte er zwei vom Tatort geflüchtete Personen gesehen haben. In den Videoaufzeichnungen war dann allerdings der Hinweisgeber selbst im Brandobjekt an der Georg-Schumann-Straße zu sehen. Zum Prozessauftakt am 8. September legte Oliver E. schließlich ein Geständnis ab. Nach Auffassung der Staatsanwaltschaft wollte der Angeklagte damals Spuren seines Einbruchs vernichten. Allerdings ging er leer aus, da der Versuch, den Getränkeautomaten zu knacken, fehlgeschlagen und zudem eine Geldkassette ohne Inhalt war. Die Flammen hatten zum Glück nicht auf die historischen Straßenbahnen übergegriffen.

Die 6. Strafkammer sprach Oliver E. zudem wegen Brandstiftung in einem Mehrfamilienhaus in der Straße Zum Kleingartenpark, in dem er selbst gewohnt hat, schuldig. Zwar bestritt er, dort im Keller gezündelt zu haben. Die Richter hielten ihn jedoch aufgrund der Indizien für überführt. Die Verfahren um weitere ursprünglich zur Last gelegte Brandstiftungen in Radeberg wurden eingestellt. Verurteilt wurde E. auch noch wegen Betruges. Wegen dieses Delikt ist der 26-Jährige, der am 16. April in Untersuchungshaft kam, auch bereits einschlägig vorbestraft.

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 14.10.2014
Sabine Kreuz

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