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Verbraucherzentrale und LKA geben Tipps zum richtigen Spenden

Unseriöse Angebote vor Weihnachten Verbraucherzentrale und LKA geben Tipps zum richtigen Spenden

Alle Jahre wieder: In der Vorweihnachtszeit buhlen diverse Organisationen um Spendengelder. Doch wie erkennt man die schwarzen Schafe unter den vielen seriösen Anbietern? Die Verbraucherzentrale Sachsen und das Landeskriminalamt geben Tipps und Hinweise zum Spenden.

Die Verbraucherzentrale Sachsen und das LKA warnen vor unseriösen Spendensammlern. (Symbolfoto)

Quelle: dpa-tmn

Leipzig. Wie in jedem Jahr wird in der Vorweihnachtszeit verstärkt um Spenden für diverse soziale Projekte und Organisationen geworben. Doch unter den vielen seriösen Organisationen finden sich auch immer wieder solche, die sich an der gesteigerten Nächstenliebe der Bürger bereichern wollen. Allzu leichtfertig sollte man seine Gaben also nicht verteilen. Wie man die schwarzen Schafe aus der Masse an Anbietern herausfiltern kann, dazu haben jetzt die Verbraucherzentrale Sachsen und das Landeskriminalamt (LKA) einige wichtige Tipps und Hinweise zusammengestellt.

Nicht unter Druck setzen lassen

Generell ist besonders bei Spenden an der Haustür oder auf der Straße Vorsicht angebracht. Auch wenn man von Spendensammlern unter Zeitdruck gesetzt wird, sollte man stutzig werden. Seriöse Sammler lassen dem Spender Zeit und haben etwa auch Informationsmaterial und ein Überweisungsformular parat. Bei Straßensammlungen müssen die Sammler zudem mindestens 14 Jahre alt und die Spendenbox fest verschlossen sein.

Findet man in der Vorweihnachtszeit einen Spendenaufruf im Briefkasten empfiehlt es sich, die Organisation etwas genauer unter die Lupe zu nehmen. „Misstrauisch sollte man bei Spenden-Post mit wenig aussagekräftigen Daten und Fakten, aber vielen Mitleid erregenden Texten und Fotos werden“, erklärt Anne-Katrin Wiesemann von der Verbraucherzentrale Sachsen.

Nachforschen statt blind vertrauen

Und auch eine auf den ersten Blick professionell gestaltete Internetseite sagt noch lange nichts über die Seriosität einer Organisation aus. Wichtig sind hier vor allem die Angaben im Impressum der entsprechenden Seite. Hier sollten in jedem Fall ein konkreter Ansprechpartner und eine ordentliche Adresse zu finden sein. Wer trotz vorhandener Angaben immer noch Zweifel hegt, kann von der betreffenden Organisation auch Informationen wie Jahresberichte oder Prospekte anfordern, oder selbst im Netz danach suchen.

Ein guter Anhaltspunkt für die Seriosität einer Organisation ist laut Verbraucherzentrale das Gütesiegel des Deutschen Zentralinstituts für soziale Fragen (DZI), bei der auch einige negativ bewertete Organisationen gelistet sind. Hier wird auch über Alternativen zu Geld- und Sachspenden informiert. Dennoch gilt: Eine Organisation ohne solches Siegel muss nicht zwangsweise unseriös arbeiten. Denn die Spendensiegel-Prüfung ist kostenpflichtig und auf ein Jahr begrenzt – manche Organisationen können oder wollen diese Kosten nicht aufbringen. „An kleinere Organisationen aus der Nachbarschaft, die man kennt und denen man vertraut, kann man natürlich auch ohne Siegel spenden“, so Anne-Katrin Wiesemann.

Wie spende ich am besten?

Auch seriöse Organisationen verwenden zumeist einen Teil der Spenden für die Deckung von Verwaltungs- und Werbekosten.Wer erreichen möchte, das der Anteil seiner Spende an diesen Kosten möglichst gering ausfällt, sollte insbesondere kleinere Beträge nicht streuen sondern lieber an eine oder wenige Organisationen überweisen, rät die Verbraucherzentrale. Eine zweckfreie Spende sei meistens ohnehin sinnvoller, es sei denn, die Organisationen bieten gezielte Förderungen von Einzelprojekten an. Auch Sachspenden sollten nur erfolgen, wenn ausdrücklich darum gebeten wird.

Verbraucher können unseriöse Spendensammler oder andere Unternehmen, von denen sie sich geprellt fühlen, noch bis zum 31. Dezember für den Negativpreis „Prellbock 2015“ der Verbraucherzentrale Sachsen nominieren.

Von bfi

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