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Lokales Verbraucherzentrale warnt vor scheinbar seriösen E-Mails
Leipzig Lokales Verbraucherzentrale warnt vor scheinbar seriösen E-Mails
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15:25 31.08.2015
Obacht, sie haben (betrügerische) Post. Quelle: dpa
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Leipzig

Die Verbraucherzentrale in Leipzig warnt weiterhin vor betrügerischen E-Mails, die sich als seriöse Nachrichten von Amazon, der Deutschen Telekom oder PayPal tarnen und kaum mehr von echten zu unterscheiden sind. „Selbst erfahrene Internetnutzer tappen in die von Betrügern gestellten Spam-Fallen“, sagte Sprecherin Katja Henschler. Auch sogenannte Spamfilter helfen dagegen nicht mehr.

Nach Angaben von Henschler verleihen die fingierten Absender den Mails einen geschäftlichen und somit auch bedeutsamen Anschein, die beim Nutzer auch psychologischen Druck entstehen lassen. Dieser Druck werde noch verstärkt, weil die Nutzer in den gefälschten Nachrichten von Amazon und PayPal auch immer häufiger persönlich angesprochen werden.

In nicht seltenen Fällen werden die Empfänger aufgefordert, ihre Kontodaten zur Überprüfung zurückzusenden. Mitunter hätten die Betroffenen den Betrügern dabei auch höchst sensible Daten, wie etwa die eigene Kontoverbindung, mitgeteilt. „Wird das amazon-Passwort auch für andere Seiten verwendet, wohlmöglich für Facebook oder das Online-Banking, breitet man den Betrügern geradezu einen roten Teppich aus“, erklärte Henschler.

Im Gegensatz zur Vergangenheit, als solche Betrugsversuche häufig gleich vom Spam-Filter des Mailprogramms abgefangen und isoliert wurden, funktioniert das mit den „neuen“ Betrugsmails zunehmend nicht mehr. „Keiner sollte dem Spam-Filter blind vertrauen und glauben, dass Spam-Mails zwangsläufig auch im Spam-Ordner landen“, appellierte Henschler. Nutzer sollten stattdessen grundsätzlich auch bei Mails von bekannten Anbietern misstrauisch sein und den Inhalt genau prüfen, bevor Daten zurückgesandt werden. „Das Öffnen der Nachricht selbst ist in der Regel noch gefahrlos, so die Verbraucherzentrale. Im Zweifel helfe auch eine Rückfrage beim Anbieter.

Grundsätzlich empfiehlt die Verbraucherzentrale, für jedes Online-Konto auch ein eigenes Passwort zu verwenden. „Dabei darf man das Gedächtnis durchaus mit einer versteckt aufbewahrten Passwort-Liste auf Papier unterstützen. Diese analoge Erfassung ist im Zweifel auch sicher vor dem Zugriff vor Online-Betrügern“, sagte Henschler

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