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Lokales Verdi macht Druck: Einzelhandel streikt heute auch in Leipzig
Leipzig Lokales Verdi macht Druck: Einzelhandel streikt heute auch in Leipzig
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10:29 25.06.2015
Der Streik im Einzelhandel trifft jetzt auch Leipzig. Quelle: LVZ
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Leipzig

Die Gewerkschaft Verdi hat nun auch mit Streiks im Leipziger Einzelhandel begonnen. Am Donnerstagmorgen hätten Beschäftigte von Netto, Aldi, Kaufland sowie H&M ihre Arbeit niedergelegt, sagte Verdi-Sprecher Jörg Lauenroth-Mago. Bis zum 15. Juli soll es in Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen immer wieder Streiks im Einzelhandel geben. Dann steht eine neue Verhandlungsrunde mit den Arbeitgebern an. Für den Großhandel soll es am 17. Juli neue Gespräche geben.

Konkret betroffen sind laut Lauenroth-Mago in Leipzig und Umgebung mehrere Netto-Supermärkte im Bereich der Innenstadt, die H&M-Filiale in Paunsdorf, Kaufland in Großpösna und die Metro-Filiale in der Geithainer Straße. Verdi nannte auch das ALDI-Lager in Beucha als Streikort. Dem widersprach Geschäftsführer Clemens Häusele energisch. "Bei uns hat sich niemnad beteiligt. Das Lager in Beucha und auch alle Filiale sind geöffent", sagte er. Nicht ausschließen könne er, dass sich einzelne Mitarbeiter an ihren freien Tagen an einer Kundgebung der Gewerkschaft beteiligten.

Auch in den drei Kaufland-Filialen in Gera werde wieder gestreikt. In Erfurt sind Geschäfte noch bis Samstag betroffen. Verdi fordert unter anderem einen Stundenlohnerhöhung von einem Euro. Die Arbeitgeber böten dagegen nur ein Plus von rund 21 Cent, hieß es. Außerdem will die Gewerkschaft eine Allgemeinverbindlichkeitserklärung der Tarifverträge im Einzelhandel durchsetzen.

"Die Einkommen für die Mehrheit der Beschäftigten im Einzel-/Versandhandel reichen kaum für ein sorgenfreies Leben. Nach 40 bzw. 45 Berufsjahren landen dann viele mit ihrer gesetzlichen Rente unterhalb der Grundsicherung und müssen staatliche Sozialleistungen in Anspruch nehmen. Hier muss sich grundsätzlich etwas tun", so Lauenroth-Mago.

 

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