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Lokales Verdi und SPD-Arbeitnehmer gegen Shopping-Sonntag zur Buchmesse
Leipzig Lokales Verdi und SPD-Arbeitnehmer gegen Shopping-Sonntag zur Buchmesse
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20:05 01.03.2018
Shoppen am Sonntag – das zieht viele Kunden in die Innenstadt. (Symbolbild) Aber in Leipzig gibt es Kritik am Termin zur Buchmesse. Quelle: dpa
Leipzig

Buchmesse in Leipzig und Sonntags-Shopping – das soll am 18. März in der Leipziger City möglich sein. Der Stadtrat hat am Mittwoch dem Vorschlag der Verwaltung zugestimmt. Die Geschäfte in der Innenstadt dürfen von 12 bis 18 Uhr öffnen. Die Gewerkschaft Verdi will die Entscheidung vom Oberverwaltungsgericht überprüfen lassen.

Wegen des Lesefestivals „Leipzig liest“ sei ein besonderer Anlass für den verkaufsoffenen Sonntag gegeben, argumentiert das Ordnungsdezernat unter Leitung von Bürgermeister Heiko Rosenthal (Linke). Durch das Lesefestival mit Veranstaltungen in der ganzen Stadt rechnet Leipzig mit genügend Publikum für einen verkaufsoffenen Sonntag.

Verdi-Landesfachbereichsleiter Jörg Lauenroth-Mago kritisierte die Begründung. Die Lesefest-Veranstaltungen fänden meist abends statt, die Buchmesse finde wiederum auf dem Messegelände außerhalb der City statt. „Mein Eindruck: Hier soll ein tolles Ereignis dafür herhalten, eine Sonntagsöffnung zu rechtfertigen.“

SPD-Arbeitnehmer: Nicht die Erholung rauben

Die Arbeitnehmer der Leipziger SPD kritisierten am Donnerstag ebenfalls den Beschluss zum zusätzlichen Shoppingtag. Sie wollen auch eine juristische Überprüfung. Es gebe keinen gerichtsfesten Grund, „Verkäuferinnen und Verkäufern und deren Familien die nötige Erholung und Sonntagsruhe zu rauben“, so Irena Rudolph-Kokot, Vorsitzende der sächsischen Arbeitnehmer*innen in der SPD.

Den Vorwurf, dass die Buchmesse lediglich ein Vorwand sei, machen die SPD-Vertreter an simplen Zahlen fest: Am 18. März seien zwischen 10 und 18 Uhr lediglich 46 Buchmesse-Veranstaltungen im Stadtgebiet, 14 davon im Leipziger Zentrum geplant. Der größte Teil des Programms finde auf dem Messegelände statt.

Man könne nicht davon ausgehen, dass die 14 Termine in der City größerer Besucherströme auslösen wurden als die Ladenöffnung selbst. „Aber genau das hat das Oberverwaltungsgericht erst im Dezember zum entscheidenden Kriterium gemacht“, heißt es in einer Erklärung der Arbeitsgemeinschaft für Arbeitnehmerfragen (AfA).

Von Evelyn ter Vehn

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