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Lokales Verein Haus & Grund gegen ein Bürgerticket für den MDV
Leipzig Lokales Verein Haus & Grund gegen ein Bürgerticket für den MDV
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20:01 06.04.2016
Der Interessenverein Haus & Grund Leipzig ist gegen eine Einführung eines „Bürgertickets“. Quelle: André Kempner
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Leipzig

Der Interessenverein Haus & Grund Leipzig ist gegen eine Einführung eines „Bürgertickets“ für das Gebiet des Mitteldeutschen Verkehrsverbands (MDV). Der Verein reagiert damit auf einen Vorschlag, der vorsieht, Mieter und Hausbesitzer künftig je nach Lage und Fläche an den Kosten für den Öffentlichen Nahverkehr zu beteiligen. Dabei ist egal, ob die Bewohner diesen nutzen, oder nicht.

Dieses „Bürgerticket“ lehnt der Verein strikt ab. So könne sich der Nutzen einer guten Anbindung für die Bewohner nur schwer messen lassen – insbesondere, weil zunächst überhaupt eine Grundlage für diese Bemessung geschaffen werden müsste. Aktuell fehle die solide Datengrundlage.

Darüber hinaus merkt Haus & Grund an, dass sich ein hoher Wert einer Immobilie nicht zwingend aus der Nähe zum ÖPNV ergebe. So spielten auch Faktoren wie zum Beispiel Lärm eine Rolle. Der Verein kommt damit zu dem Schluss, dass die Untersuchungen, die für ein solches „Bürgerticket“ notwendig wären, im Verhältnis zu ihrem Nutzen zu aufwendig wären. Zusätzlich betont er, dass aktuell nicht einmal klar sei, ob dieser Nutzen überhaupt existiere.

Der Mitteldeutsche Verkehrsverbund (MDV) steuert aktuell auf eine grundlegende Preisreform zu. Im Mai findet ein erster Expertenworkshop zu den fünf Gutachten statt, die derzeit in Arbeit sind. Drei davon sehen vor, dass auch Bürger für den Nahverkehr zahlen sollen, die ihn nicht nutzen. Den Auftrag für die fünf Gutachten hat der MDV von den Politikern in seinem Verbundgebiet bekommen, denn die dort fahrenden Verkehrsunternehmen benötigen immer mehr Geld – und die klammen Kommunen können ihre Subventionen nicht aufstocken. Bislang wurden die schlimmsten Verwerfungen im Nahverkehr dadurch vermieden, dass jedes Jahr im August die Fahrpreise angehoben wurden. Doch inzwischen ist das Niveau der Ticketpreise so hoch, dass der Widerstand dagegen immer stärker wächst.

pad/ AT

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