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Lokales Verfahren zum Leipziger Einheitsdenkmal läuft weiter – Behörde bestätigt Rechtmäßigkeit
Leipzig Lokales Verfahren zum Leipziger Einheitsdenkmal läuft weiter – Behörde bestätigt Rechtmäßigkeit
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08:44 10.12.2013
Die Preisträger mit ihrem Modell „Siebzigtausend“: Sophia Petersen, Moritz Schloten, Martin de Mattia und Marc Weis (v.l.). Quelle: André Kempner
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Leipzig

Die Überprüfung hatten die Architekturbüros M+M sowie Annabau verlangt, nachdem die ursprüngliche Reihenfolge der drei Siegerentwürfe für das Denkmal auf den Kopf gestellt worden war.

Details zu dem Beschluss der Vergabekammer teilte das Leipziger Kulturdezernat zunächst nicht mit. Die weiteren Aussagen zu den einzelnen Elementen der Weiterentwicklungsphase müssten sorgfältig geprüft werden, hieß es am Montag. Daraus wolle die Stadt Rückschlüsse für die nächsten Schritte zur Realisierung des geplanten Denkmals ziehen.

Am Montagabend sickerte aber durch, die Vergabekammer habe die Weiterentwicklungsphase eigentlich als rechtswidrig eingestuft, sie nur deshalb nicht angreifen können, weil die Beschwerde dagegen zu spät erfolgte. In dem 30-seitigen Beschluss seien dennoch etliche Mängel am Vorgehen der Stadt aufgelistet, die zu einer neuen Punkte-Bewertung für diesen Verfahrensteil führen müssten.

Das Rathaus will nun weiter an einer Vorlage für den Stadtrat arbeiten, die das Verhandlungsverfahren mit allen drei Preisträgern regelt. Als Ziel gab die Verwaltung eine Entscheidung im ersten Quartal 2014 aus.  

Nach einem künstlerischen Wettbewerb hatte eine Jury im Jahr 2012 drei Denkmalentwürfe als Favoriten gekürt – das bunte Würfelfeld „Siebzigtausend“ der Arbeitsgemeinschaft aus M+M und Annabau lag dabei vorn. Im Anschluss entwickelten die Preisträger ihre Konzepte weiter. Nach der neuerlichen Beurteilung durch ein von der Stadt bestelltes Bewertungsgremium drehte sich die Reihenfolge im Juli 2013 um: Seitdem liegt der Leipziger Entwurf „Keine Gewalt – Herbstgarten“ vorn. „Siebzigtausend“ rückte hinter „Eine Stiftung an die Zukunft“ auf Rang drei.

M+M und Annabau äußerten im Anschluss „starkes Befremden“ darüber und kritisierten eine mangelnde Transparenz in dem Verfahren. Sie beantragten schließlich, dass die sächsische Vergabekammer die Weiterentwicklungsphase überprüft. Leipzig hatte daraufhin die für Oktober 2013 geplante Entscheidung des Stadtrates ausgesetzt.

Die Ratsversammlung muss darüber entscheiden, ob und wie die Verwaltung in Vertragsverhandlungen mit den drei Preisträgern treten darf. Das Denkmal, das auf dem Wilhelm-Leuschner-Platz entstehen soll, und das Auswahlverfahren sind in Leipzig umstritten.

maf/jr

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