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Lokales Verkaufsstart für Raketen und Böller in Leipzig - Regeln für das Feuerwerk beachten
Leipzig Lokales Verkaufsstart für Raketen und Böller in Leipzig - Regeln für das Feuerwerk beachten
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18:56 28.12.2011
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Jedes Jahr kommt es beim Zünden jedoch zu Unfällen und Straftaten mit teils schweren Verletzungen. 28 Fälle von gefährlicher und schwerer Körperverletzung verzeichnete allein das Landeskriminalamt Sachsen in den Monaten Dezember 2010 und Januar 2011.

Insgesamt gingen die Straftaten im Zusammenhang mit Feuerwerkskörpern zwar um 32 Prozent zurück, die Gefahr bei verbotenen Basteleien verletzt zu werden, sei jedoch besonders hoch. Den Hauptteil bildeten demnach Straftaten mit Sachbeschädigung in insgesamt 774 Fällen.

Auch die Leipziger Polizei warnt vor dem Experimentieren mit Pyrotechnik. Die Gefahren für sich und andere seien nicht abzusehen. Besonders gefährlich seien die illegalen Böller. Ungeprüft und geschmuggelt gelangen sie nach Sachsen. Bereits Anfang Dezember beschlagnahmten Beamte der Bundespolizei und des Zolls mehr als 10.000 illegale Feuerwerkskörper ohne Prüfzeichen. Jede illegale Einfuhr von verbotenen Feuerwerkskörpern führe zu einem Strafverfahren, so der Zoll. Eltern sollten mit ihren Kindern vor der Silvesternacht über die Gefahren von Feuerwerkskörpern sprechen und gemeinsam das sichere Abschießen üben. Das sei besser, als ihnen das Knallen zu verbieten, teilt die Bundesarbeitsgemeinschaft "Mehr Sicherheit für Kinder" in Bonn hin. Beim Abschießen der Böller komme es immer wieder zu schweren Verbrennungen, Hörschäden oder Verletzungen am Auge. Vor allem Verletzungen an den Händen treten leicht auf, weil Kinder die Kracher zu lange in der Hand behalten. Knallfrösche dürfen beispielsweise nicht in den Hosentaschen getragen werden, weil sie sich durch die Reibung selbst entzünden und so schwere Verbrennungen in der Lendengegend verursachen können, warnt die BAG. [image:php61gPan20111228192344.jpg]

Die Polizei empfiehlt, nur Feuerwerkskörper zu verwenden, die in Deutschland ausdrücklich zugelassen sind. Sie seien durch ein BAM- oder CE-Kennzeichen zu erkennen. Raketen und Böller sollten nie auf Personen, Tiere, Gebäude, Fahrzeuge oder brennbare Gegenstände geworfen werden. „Blindgänger" sollten unbedingt liegengelassen werden. Die größte Gefahr gehe laut Polizei von selbstgebastelten Böllern aus. Es gelten vom Verkauf bis zum Gebrauch die strengen Bestimmungen des Sprengstoffgesetzes, teilte Sachsens Wirtschaftsministerium am Mittwoch in Dresden mit. So dürfen Raketen und Knallkörper nur am 31. Dezember und 1. Januar gezündet werden. Verstöße können mit Bußgeld von bis zu 50.000 Euro oder Haftstrafen geahndet werden. Informationen für Händler und Kunden hat das Ministerium auf der Internetseite zusammengestellt.

Dominik Brüggemann/dpa

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