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Lokales Verkehrskonzept: Wawrzynski macht Tempo
Leipzig Lokales Verkehrskonzept: Wawrzynski macht Tempo
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11:22 08.07.2011
Leipzigs Polizeipräsident Horst Wawrzynski. Quelle: Armin Kühne
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Leipzig

Nur wenn die Stadt und die Polizei jetzt stärker an den wichtigsten Stellschrauben drehen, könne die Situation zumindest mittelfristig entschärft werden, sagt er.

"Wir wollen mit der Straßenverkehrsbehörde noch einmal beraten, was wir an welchen Stellen nachbessern können", erklärte der Polizeichef mit Blick auf die angespannte Situation am vergangenen Wochenende auf LVZ-Anfrage. "Da geht es um die Dinge, die mittelfristig machbar sind."

Vor zwei Wochen war Wawrzynski mit der Forderung nach einem grundlegend veränderten Verkehrskonzept an die Öffentlichkeit gegangen (die LVZ berichtete). Die Stadt sei nicht ausreichend darauf vorbereitet, dass mit dem neuen Gondwanaland, attraktiven Großkonzerten in der Arena und dem Aufstieg von RB Leipzig in die Bundesliga regelmäßig 60000 Besucher und mehr den Bereich um Zoo und Stadion frequentieren, warnte er.

"Aber der notwendige Straßenbau lässt sich nicht in ein, zwei Jahren erledigen", erklärte er nun. "Ich strebe eine langfristige Strategie an, denke an Zeiträume bis 2020 und noch länger. Wir müssen gucken, was brauchen wir alles, was ist finanzierbar, was ist leistbar, um ein vernünftiges Konzept auf die Beine zu stellen, in das möglichst alle Betroffenen mit eingebunden sind."

Vor diesem Hintergrund sei jedoch zu befürchten, dass die Stadt über Jahre mit einem verkehrsplanerischen Ausnahmezustand leben müsse. Denn wenn RB Leipzig einigermaßen im Soll bleibt, dürfte ein Aufstieg in die zuschauerträchtigen Spielklassen nicht mehr neun Jahre oder länger dauern. Der Stadionbetreiber rechnet schon für die 2. Bundesliga mit 20000 bis 40000 Zuschauern pro Heimspiel jedes zweite Wochenende. "Dann kommen noch die Pokalspiele hinzu, die das Ganze weiter verdichten", so Wawrzynski. "Es wäre deshalb gut, wenn wir bis dahin die eine oder andere Lösung hinbekommen."

Das vergangene Wochenende, an dem trotz Gondwanaland-Eröffnung und Mario-Barth-Gastspiels ein Verkehrschaos ausgeblieben war, hält der Polizeichef für kaum übertragbar. "Die Situation war dahingehend untypisch, dass wir im Stadion sehr langgezogene Zugangszeiten hatten. Bei Fußballspielen kommen sie alle in der letzten halben Stunde, dann wird sich die Situation anders darstellen. Und der Zoo wird an Wochenenden mit schönem Wetter viel, viel mehr Besucher haben. Wir müssen die Situation jetzt weiter beobachten und sehen, wo Engpässe auftreten."

Die Verkehrsplaner der Stadt werten das vergangene Wochenende ähnlich. "Die Situation war nicht repräsentativ", sagte Michael Jana, Leiter der Straßenverkehrsbehörde. "Wir waren gut vorbereitet, aber es ist noch nicht die Belastung eingetreten, die wir erwarten." Deshalb sei vorgesehen, die Situation nach dem nächsten Wochenende erneut auszuwerten und über Verbesserungen zu beraten.

Jana will auch die Bürgervereine aus den Stadtteilen rund um die Red-Bull-Arena in die Beratungen über ein neues Verkehrskonzept für Großveranstaltungen im Stadion einbeziehen. In einer der nächsten Beratungen von Stadt, Veranstaltern und Polizei werde es um Nutzungskonzepte für Flächen in diesen Vierteln gehen.

"Da macht es Sinn, die Bürgervereine einzuladen", sagte der Abteilungsleiter. Dies betreffe nicht nur den Bürgerverein Waldstraßenviertel. "Wir werden auch die Vertreter von Leipzig-West und Alt-Lindenau zur Beratung bitten", kündigte Jana an.

Frank Döring/Andreas Tappert

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