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Lokales Verkehrsplaner kappen den Güterring für den Bau der neuen Bundesstraße 6/West
Leipzig Lokales Verkehrsplaner kappen den Güterring für den Bau der neuen Bundesstraße 6/West
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23:03 17.12.2009

Das Vorhaben gilt als letzte Hürde auf dem Weg zur Fertigstellung des mit 46 Millionen Euro teuersten Straßenbauprojektes der Stadt Leipzig. Wenn es gelingt, soll die Entlastungsstraße im vierten Quartal 2010 für den Verkehr freigegeben werden.

Geplant ist, die Eisenbahntrasse am Sonnabend etwa in Höhe der Straße Am Viadukt zu unterbrechen. "Dann werden zunächst die Oberleitungen und die Gleise zurückgebaut, die im Abschnitt der neuen Bundesstraße 6 liegen", skizziert Tiefbauamtssprecher Christoph Bock den Ablauf. Anschließend würden entlang des künftigen Trassenverlaufs 17,5 Meter lange Spundwände in die Erde gerammt sowie das Erdreich auf 22 Meter Länge neun Meter tief ausgehoben. "Am 28. Dezember werden an den Spundwänden Rückverankerungen angebracht; am 29./30. Dezember zwei 60-Tonnen-Hilfsbrücken aufgelegt, über die die Güterzüge einige Wochen provisorisch verkehren."

Bock räumt ein, dass die Anwohner die Arbeiten hören werden. "Das Rammen der Spundwände verursacht Lärm und weil wir im Drei-Schicht-System arbeiten, ist das nicht angenehm." Doch die Aushubmassen würden diesmal nicht über die angrenzenden Straßen abtransportiert, sondern über die rohbaufertige Fahrbahn der neuen B 6/West in Richtung Max-Liebermann-Straße.

Wenn ab 5. Januar der Güterverkehr über die Hilfsbrücken rollt, wollen Bauleute direkt daneben eine völlig neue Überführung vollenden und sie ab 28. Februar 2010 als Dauerlösung in den Güterring einschieben. Die neue Konstruktion ist eine Stahlbetonrahmenbrücke, die bereits weitgehend fertig ist. "Ihre Wände sind fertig, ihre Sohle auch, ihr Überbau wird am 28. Dezember betoniert", sagt Bock. Wer an der Straße Am Viadukt einen Blick auf die elf Meter breite, neun Meter hohe und 18 Meter lange Konstruktion wirft, kann sehen, wie die Arbeiten trotz der aktuellen Minustemperaturen mit Hochdruck vorangetrieben werden. "Die gesamte Konstruktion ist auf Schienen gelagert - ähnlich der Eisenbahnbrücke, die wir im Oktober 2008 in die Gleistrasse der Güterstrecke Leutzsch-Wahren eingebaut haben", sagt Bock. "Das jetzt entstehende Bauwerk II wird aber nicht über eine Schräge in seine endgültige Lage gleiten, sondern hydraulisch gezogen." Bis zum 5. März 2010 muss dies geschafft sein, denn ab 6. März will die Bahn AG wieder Züge auf dem Güterring verkehren lassen.

Alle Akteure betonen, dass deshalb der Zeitplan unbedingt eingehalten werden muss. "Um unsere beiden Sperrpausen vom Eisenbahnbundesamt genehmigt zu bekommen, haben wir dort schon vor zwei Jahren vorgefühlt", erzählt Edeltraut Höfer, Chefin des städtischen Verkehrs- und Tiefbauamtes. "Vor einem Jahr wurden die beiden Sperrtermine dann definitiv festgelegt - wenn unsere Arbeiten jetzt nicht wie geplant ablaufen, würden Monate verstreichen, bis wir wieder Sperrpausen bekommen."

Deshalb gilt der Brückeneinschub intern als letzter großer Kraftakt bei der Fertigstellung der neuen Bundesstraße. "Alle anderen Arbeiten haben wir selbst in der Hand", betont Höfer. Zum Beispiel den Anschluss der neuen Trasse an die vorhandene B 6 in Höhe der Pittlerstraße. "Dort wird seit drei Monaten gearbeitet", sagt die Amtsleiterin. "Die Fertigstellung ist für den 25. Mai geplant. Die Verkehrsfreigabe der gesamten neuen B6/West findet im vierten Quartal 2010 statt."

Andreas Tappert

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