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Lokales Verkehrsplaner prüfen, ob die Bernhard-Göring-Straße eine Fahrradstraße werden kann
Leipzig Lokales Verkehrsplaner prüfen, ob die Bernhard-Göring-Straße eine Fahrradstraße werden kann
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23:14 30.03.2010
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Im Sommer werden die Radfahrstreifen der Karl-Liebknecht-Straße immer stärker genutzt, wodurch die Gefahr von Karambolagen mit Autofahrern deutlich wächst. Die Studenten und der ADFC wollen deshalb die gesamte Karl-Liebknecht-Straße in eine Fahrradstraße umwandeln, auf der Autofahrer sich den Radlern unterordnen müssen und nur noch mit Tempo 20 unterwegs ein dürfen (die LVZ berichtete).

Die Experten des städtischen Verkehrs- und Tiefbauamtes verfolgen einen anderen Ansatz, um die Situation zu entschärfen. Sie prüfen, ob sich ein Teil des Radfahrverkehrs von der Karli auf eine ihrer Paralleltrassen verlagern lässt - insbesondere auf die Bernhard-Göring-Straße. "Wir untersuchen, ob sich diese Trasse dafür eignet, eine Fahrradstraße zu werden und welche Umbauten dafür notwendig sind", sagt Amtsleiterin Edeltraut Höfer. "Die Bernhard-Göring-Straße könnte aus unserer Sicht eine Art Studentenachse werden." Die Karli sei für den Autoverkehr unverzichtbar. "Die vorhandenen Fahrradstreifen behalten wir dort aber auf jeden Fall bei", betont die Amtsleiterin.

Der Handlungsdruck für die Verwaltung ist auch aus einem anderen Grund groß: Die Karl-Liebknecht-Straße muss bald im großen Stil umgebaut werden - und diese Arbeiten müssen eigentlich auf das neue Fahrradstraßen-Konzept abgestimmt werden. "Die Straßenbahngleise der Karl-Liebknecht-Straße sind zwischen dem Südplatz und dem Wilhelm-Leuschner-Platz stark verschlissen", berichtet Höfer. "Die Leipziger Verkehrsbetriebe müssen dort bis zum Jahr 2012 aktiv werden." Bei den LVB wird die Lage drastischer geschildert: "Zwischen Südplatz und Wilhelm-Leuschner-Platz lassen wir unsere Straßenbahnen nur noch mit zehn Stundenkilometern rollen, um die Gleise zu schonen", sagt dort Sprecher Reinhard Bohse. "Wir wollen so die notwendige Gleiserneuerung bis ins Jahr 2012 hinauszögern - denn gleichzeitig mit unseren Arbeiten müssen auch die angrenzenden Fahrbahnbereiche neu gestaltet werden. Die Stadt muss uns sagen, wie dort gebaut werden soll." Klar ist bislang offenbar nur, dass es Fahrradstreifen geben wird und die Haltestellen so genannte Kaps werden sollen - also barrierefreie, ebenerdige Einstiege, die von Autofahrern mit genutzt werden müssen. Die Verkehrsplaner untersuchen ebenfalls, wie sich die Arthur-Hoffmann-Straße in dieses neue Verkehrskonzept für den Süden einpassen lässt. "Auch in dieser Trasse müssen die Leipziger Verkehrsbetriebe mittelfristig ihre Gleise erneuern", sagt Edeltraut Höfer. "Außerdem wird der Bayrische Platz umgestaltet, wenn der City-Tunnel in Betrieb geht. In diesem Zusammenhang muss eine neue Lösung für die Arthur-Hoffmann-Straße gefunden werden."

Andreas Tappert

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