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Lokales Verlängerung der Straßenbahn in Leipzig-Probstheida: Rathaus legt Trassen fest
Leipzig Lokales Verlängerung der Straßenbahn in Leipzig-Probstheida: Rathaus legt Trassen fest
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23:00 06.07.2014
Neun Varianten zur Anbindung des Herzzentrums in Probstheida an das Straßenbahnnetz wurden untersucht, zwei sind nun in der engeren Wahl. Quelle: Enzo Forciniti
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Leipzig

Der Vorschlag wird in der Ratssitzung am 16. Juli zu Abstimmung gestellt.

Weil der Klinik-Standort mit Herzzentrum, Park-Krankenhaus und Soteria-Klinik nur ungenügend an das öffentliche Nahverkehrsnetz angeschlossen ist, sollen jetzt gleich zwei Straßenbahntrassen freigehalten werden: eine aus dem Norden und eine aus dem Süden. Die Planer wollen so ihre Vision von einer Durchgangslinie möglich machen, die einmal von Stötteritz nach Meusdorf führt und den Medizin-Campus aus seiner Sackgassen-Lage befreien würde. Finanzierbar sei auf absehbare Zeit aber nur eine der beiden Anbindungen, heißt es im Rathaus. Ob dies die Nordanbindung zur Linie 4 in Stötteritz oder die Südanbindung zur Linie 15 an der Prager Straße sein wird, sei offen.

Für die Nordanbindung favorisieren die Planer die Varianten A 2 (siehe Skizze). Weil sie relativ gerade über landwirtschaftliche Flächen führt, ist sie der kürzeste und damit preiswerteste Straßenbahnanschluss. Für die Südanbindung wurde die Variante B 4 ausgewählt. Sie führt von der Prager Straße über die Franzosenallee bis zur Feldstraße. Diese Linie soll zunächst in einer Wendestelle nördlich des Klinikstandortes enden.

Darüber hinaus will die Stadt auf Drängen vieler Anwohner kurz- und mittelfristig die Bus- anbindung des Klinik-Areals optimieren und so noch vor Baubeginn der neuen Straßenbahn-anbindung eine stärkere Nutzung des öffentlichen Nahverkehrs erreichen. Auch die Träger und Betreiber der Kliniken sollen die Nutzung des öffentlichen Nahverkehrs fördern - unter anderem mit einem Parkraumbewirtschaftungskonzept, mit der Einführung von Jobtickets sowie einer betrieblichen Förderung von alternativen Verkehrsarten. Zur Verbesserung der Bedingungen für den Radverkehr sind bessere Abstell- und Unterstellmöglichkeiten auf dem Klinik-Gelände im Gespräch; ebenso Lückenschlüsse im bestehenden Hauptradroutennetz. Angedacht ist auch eine neue Radschnellverbindung in Richtung Innenstadt. Sie könnte zum Beispiel über die Naunhofer Straße führen, heißt es im Rathaus.

Nach Auffassung der Stadtverwaltung verbessert dieses Konzept nicht nur die Bedingungen für die Schaffung neuer Arbeitsplätze. Auch die Erreichbarkeit der angrenzenden Wohngebiete werde erheblich verbessert und so die Zukunftsfähigkeit des Stadtteils gesichert, heißt es. "Diese Variantenentscheidung wurde in den Ausschüssen des Stadtrates sehr einmütig und sehr positiv aufgenommen", erklärte Jochem Lunebach, Leiter des Stadtplanungsamtes. "Ich gehe davon aus, dass die beiden Varianten mit relativ breiter Mehrheit im Stadtrat beschlossen werden."

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 7. Juli 2014.

Andreas Tappert

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