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Lokales Vermieter bieten rund 370 Wohnungen für Flüchtlinge in Leipzig an
Leipzig Lokales Vermieter bieten rund 370 Wohnungen für Flüchtlinge in Leipzig an
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14:56 19.01.2016
Neben großen Gemeinschaftsunterkünften wie im ehemaligen Interpelz-Haus am Brühl, setzt die Stadt Leipzig weiter auf die dezentrale Unterbringung von Flüchtlingen. Quelle: André Kempner
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Leipzig

Die Stadt Leipzig macht Fortschritte bei der Anwerbung von Mietwohnungen für die dezentrale Unterbringung von Flüchtlingen. Im November hatte die Verwaltung einen Aufruf gestartet, um Belegungsrechte auf fünf Jahre mit einmaligen Prämien von bis zu 5000 Euro zu kaufen. Mehr als 100 Eigentümer und Vermieter haben sich daraufhin gemeldet, so das Sozialamt auf Anfrage von LVZ.de.

Das Echo auf den Aufruf sei sehr gut gewesen, rund 370 Wohnungen seien der Verwaltung angeboten worden. Dabei kamen die Angebote aus dem gesamten Stadtgebiet, zum Beispiel aus Gohlis, Eutritzsch, Schönefeld, Neustadt-Neuschönefeld, Großzschocher, Connewitz, Mölkau, Marienbrunn, Zentrum-Südost und Lindenau.

„Aktuell laufen die Gespräche, bislang wurden fünf Mietverträge abgeschlossen“, heißt es aus der Behörde weiter. Wie viele Flüchtlinge dadurch untergebracht werden könnten, sei aber noch nicht ganz klar. Auch sei noch keine Familie umgezogen. Nach Abschluss der Verträge würden die Wohnungen zuerst hergerichtet und für den Einzug vorbereitet. Das Sozialamt hatte im Zusammenhang mit dem Förderprogramm aber angekündigt, dass der vom Vermieter bereitgestellte Wohnraum den kommunalen Standard für die Unterbringung von Hartz-IV-Empfängern erfüllen müsse.

631.000 Euro stehen für die Anwerbung von Wohnraum aus Mitteln des Freistaats zur Verfügung. Die Summe soll komplett genutzt werden, bestätigte die Stadt nun. Ziel sei es, mit dem Geld 150 bis 200 Belegungsrechtsverträge abzuschließen. Die einmalige Förderprämie für die Vermieter ist gestaffelt: Wer Räume bis zu 60 Quadratmeter für Asylbewerber zur Verfügung stellt, bekommt einmalig 3000 Euro, bis zu 85 Quadratmeter werden für das Belegungsrecht 4000 Euro gezahlt, bei noch größeren Wohnungen 5000 Euro.

Ob das Land Sachsen auch im Jahr 2016 Mittel für die Förderung der dezentralen Unterbringung zur Verfügung stelle, sei noch unklar.

Von Evelyn ter Vehn

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