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Lokales Vermittlungsbörse soll Leipziger Flüchtlinge in Arbeit bringen
Leipzig Lokales Vermittlungsbörse soll Leipziger Flüchtlinge in Arbeit bringen
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07:00 01.04.2016
Haben viel Arbeit vor sich: Reinhilde Willems von der Agentur für Arbeit, Michael Lange vom Jobcenter (rechts) und Volker Lux von der Handwerkskammer rechnen bis Jahresende mit insgesamt 10 000 Flüchtlingen in Leipzig und wollen so viele wie möglich in Arbeit bringen. Quelle: Wolfgang Zeyen
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Leipzig

In Leipzig läuft der erste gemeinsame Versuch von Handwerkskammer, Agentur für Arbeit und Jobcenter zur Eingliederung von Flüchtlingen in den ersten Arbeitsmarkt an. Am Dienstag erhalten 100 ausgewählte Migranten über eine Vermittlungsbörse die Chance, sich in zehn regionalen Handwerksbetrieben der Baubranche für einen Arbeitsplatz zu qualifizieren. Die drei Einrichtungen wollen testen, wie Flüchtlinge für den Arbeitsmarkt fit gemacht werden können. Reinhilde Willems, Chefin der Leipziger Bundesagentur für Arbeit, der Vize-Geschäftsführer des Leipziger Jobcenters Michael Lange und Volker Lux, Hauptgeschäftsführer der Handwerkskammer zu Leipzig, erklären die Pläne im LVZ-Interview.

„Auch unsere Betriebe haben ein Interesse an diesen jungen Menschen und sind bereit, in sie zu investieren“, sagt Reinhilde Willems. Zehn bis 15 Prozent der Flüchtlinge hätten eine Qualifikation, die sich für den hiesigen Arbeitsmarkt eignet. „Im Einzelfall können das jedoch die Betriebe am besten einschätzen. Deshalb bringen wir die Flüchtlinge und die Betriebe zusammen.“ Man wolle die Leute Anfang April mit zehn Betrieben aus dem Bau- und Ausbaugewerbe zusammenführen, sagt Volker Lux. „Eine wichtige Frage ist, wie schnell wir Flüchtlinge in Arbeit bekommen„, so Michael Lange. „Arbeitgeber und Migranten müssen miteinander ins Gespräch kommen, sich gegenseitig kennenlernen. Wir versuchen eine Brücke dafür zu bauen. Wir werden nicht jeden erreichen. So wie wir auch nicht jeden Deutschen erreichen.“

Das komplette Interview mit Hintergründen und bisherigen Erfahrungen lesen Sie im LVZ-E-Paper sowie in der Printausgabe vom 1.4.2016.

Von Andreas Tappert

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