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Leipzig Lokales Schöne Hüte, schnelle Pferde und eine Kür
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10:33 04.06.2018
Hutmodenschau der Vitruvius-Hochschule und Designschule Leipzig beim Moderenntag im Leipziger Scheibenholz. Quelle: Christian Modla
Leipzig

 Der zweite Renntag 2018 im Scheibenholz stand am Sonntag ganz im Zeichen der Mode und der Wahl von Mr. und Mrs. Scheibenholz.

Fashionshow mit extravaganten Hüten

Drei Mal hieß es „Hut auf” für 20 Leipziger Models, die im Vorfeld bei einem Casting ausgewählt wurden. Auf einem 16 Meter langen Laufsteg präsentierten sie extravagante Hüte von Designstudenten der Leipziger Modehochschule Vitruvius und der Designschule. Musikalisch untermalt wurden die Modenschauen von der Brass-Band Iskra Oldstars.

Power Bow von Pia Böhme

Für einen Hingucker sorgte Designerin Pia Böhme mit ihrem Hut „Power Bow”, der in Anlehnung an eine Turnierschleife entstand. Die Hallenserin war schon als Kind mit ihren Eltern auf der Rennbahn in der Saalestadt unterwegs. Die 18-Jährige möchte am liebsten Kostümdesignerin werden. „Das Extravagante liegt mir”, plauderte die Studentin am Rande der Jagdbahn. Die gezeigten Hutmodelle, Klassiker und der traditionellen Origami-Falttechnik entlehnt, sorgten bei den Besuchern für viel Beifall.

Tim Thoelke zeigt sich modeaffin

Beim zweiten Catwalk machte auch Tim Thoelke, Stadionsprecher von RB Leipzig, als Moderator eine gute Figur. Die gezeigten Modelle, Klassiker und der traditionellen Origami-Falttechnik entlehnt, sorgten bei den Besuchern für Entzücken und Beifall. Moderatoren-Kollegin Diana Schell trug ein grasgrünes Kleid und war bis kurz vorm Scheibenholz-Event noch live im Radio zu hören. Alle Hände voll zu tun hatte ein Model mit einem XXL-Hut von Jessica Gäbel (22). Das Karussell mit Pferdchen aus Papier glänzte durch Detailtreue. „Modedesignerin ist mein absoluter Kindheitstraum. Das war bisher die beste Entscheidung meines Lebens“, strahlte die Brandenburgerin mit der Sonne um die Wette.

Jede Menge ausgefallene Hüte und die Wahl des Mr. und Mrs. Scheibenholz erlebten die Besucher beim Moderenntag auf der Galopprennbahn.

Nach drei Shows war die Jury um Ayleena Jung, First Lady von Leipzig, das Moderatoren-Duo Kamilla Senjo, Diana Schell und Tim Thoelke, die Modedesigner Susanne Zaspel und Andreas Trommler sowie die Hutdesignerin Katharina Dietrich gefragt. Ein Tusch galt dem besten Hut „Head in the Clouds“ („Kopf in den Wolken“). Designt wurde der Traum aus Tüll von Obakeng Döhler, präsentiert von Abiturientin Lea Petersohn (15) aus Delitzsch. Die Südafrikanerin Obi (30), wie sie liebevoll von ihren Kommilitonen genannt wird, will die Siegprämie von 250 Euro in ihre Ausbildung stecken.

Mr. und Mrs. Scheibenholz gewählt 

Mit dem Moderenntag knüpft die Galopprennbahn an eine Tradition aus den 1960er-Jahren an. Highlight im Rahmenprogramm war die Wahl zu Mr. und Mrs. Scheibenholz. Die siebenköpfige Promi-Jury suchte dabei die schönsten Rennbahn-Outfits und kürte die Nachfolger der letztjährigen Titelträger Viola Bösebeck aus Berlin und Jerry Wieczorek aus Leipzig. Bewerben konnten sich die Besucher vor Ort.

Den Titel holten Kosmetikerin Sylvia Sander (41) in einem bunten Sommerkleid und Oliver Helbig (28), Zeitsoldat im dunkelblauen Anzug. Die Geschäftsfrau und Visagistin hatte sich mit Tochter Luisa (18) angemeldet. Ihr Lebenspartner Jens (48), Rechtsanwalt aus Leipzig, war von Anfang an überzeugt, dass eines seiner Mädchen den Titel nach Hause holt. Gefeiert wurde Sonntagabend beim Italiener – mit lecker Pasta und Champagner. Mit circa 100 Kandidaten zählte die Wahl zu Mister und Miss Scheibenholz zum Highlight des Programms.

Sport frei

Zum Gedenken an den am 1. Juni verstorbenen Trainer und Ex-Jockeys Lutz Pyritz trugen alle Reiter Trauerflor. Der sportlich im Blickpunkt stehende Sachsenlotto-Cup gab dem fünfjährigen Wallach Sheded Gelegenheit, für Freude bei der rennsportbegeisterten Leipziger Familie Heyne zu sorgen. Marc Timpelan ließ an der Spitze nichts anbrennen und ritt den Sieg locker nach Hause. Auch beim Erfolg des von Rene Koplik gerittenen Oldies Tom Tom Chap stach die Taktik des Gehens von vorn. Trainer Stefan Bigus, aus Österreich 620 Kilometer ins Scheibenholz gereist, strahlte: „Tom hat das gleiche Rennen im vergangenen Jahr gewonnen. Vorn geht er am besten. Ich komme gerne nach Leipzig, die Atmosphäre ist etwas Besonderes.“

Zum ersten Mal stellte sich der erst 18-jährige Thore Hammer Hansen, Sohn des auch in Leipzig oft aktiven Jockeys Lennart Hammer Hansen, im Scheibenholz vor. Und das gleich erfolgreich. „Ich kam mit Sulafah nicht gut ab. Aber im Einlauf hatten wir keine Probleme, das Rennen zu gewinnnen.“ Der Reiter war aus dem Urlaub aus England angereist, wo er im ersten Ausbildungsjahr beim Startrainer Richard Hannon arbeitet. Die Stute war sein neunter Sieg. Der Umsatz von 109. 505 Euro bewegte sich angesichts der Konkurrenz auf erwartetem Niveau.

Von LVZ/nöß/gap/katz/J.S.

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