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Lokales Verstorbener Nasa-Manager: Gedenktafel für Ingenieur Jesco von Puttkamer in Leipzig
Leipzig Lokales Verstorbener Nasa-Manager: Gedenktafel für Ingenieur Jesco von Puttkamer in Leipzig
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23:59 20.09.2013
Jesco von Puttkamer. Quelle: KlausDieter Gloger

Dort hatte von Puttkamer am 22. September 1933 das Licht der Welt erblickt. Später studierte er in Aachen Maschinenbau, ging 1962 in die USA und wirkte bei allen großen Kosmosprojekten mit - von den Mondmissionen über das Spaceshuttle-Programm und die internationale Raumstation bis zu den Mars-Unternehmen.

Nach der deutschen Einheit war er regelmäßig in Leipzig zu Gast, hielt Vorträge und unterstützte als Beiratsmitglied nach Kräften das hiesige Institut für Weltraumbildung (Isei). Dessen Chef Ralf Heckel hatte schon kurz nach dem Ableben des Mannes mit dem markanten Schnauzbart und der visionären Strahlkraft erklärt, dass diesem großen Sohn der Stadt eine Ehrerbietung erwiesen werden müsse. Das hat nun konkrete Form angenommen. Am Dienstag wird die Gedenktafel aus Edelstahl enthüllt, über die Gestaltungsdetails hüllt sich Heckel noch in Schweigen. Nur so viel: "Ein künstlerisch verarbeitetes Porträt wird zu sehen sein, das Geburts- und Sterbedatum natürlich, und Hinweise auf seine Verdienste." Gefertigt wird die Tafel in Isei-Eigenregie und in doppelter Ausfertigung. Das zweite Exemplar ist für jenes Gebäude auf dem Monte Sano im US-amerikanischen Huntsville bestimmt, das Puttkamer zwölf Jahre lang bewohnt hatte. Weil ringsum auch viele andere deutsche Raketenspezialisten ihr Domizil hatten, bürgerte sich für die Erhebung der Name Sauerkrautberg ein. Heckel will die Tafel im Oktober, wenn in Huntsville wieder eine Raumfahrt-Tagung ansteht, anbringen. "Das ist so abgesprochen."

Erinnerungskultur soll auch am Isei-Stammsitz in der Wurzner Straße betrieben werden. "Wir weihen dort am Dienstag eine kleine Foto-Ausstellung ein, die von Puttkamer nicht als Nasa-Macher, sondern privat zeigen." Gruppiert sein werden die Aufnahmen um ein Gemälde des Bamberger Künstlers Michael Cleff, das er 2011 - nach einem Treffen mit von Puttkamer bei den Wagner-Festspielen in Bayreuth - schuf. Einhergehen wird die Vernissage der Foto-Schau mit der Gründung einer als Verein organisierten Jesco-von-Puttkamer-Gesellschaft. "Sie soll als soziales Netzwerk all derer fungieren, die den Spirit des Namensgebers aufnehmen wollen, dem es immer ein Anliegen war, für Neues zu begeistern." Mario Beck

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 21.09.2013

Mario Beck

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