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Lokales Vertrag lässt auf sich warten: Unsicherheit über die finanzielle Zukunft der Auwaldstation
Leipzig Lokales Vertrag lässt auf sich warten: Unsicherheit über die finanzielle Zukunft der Auwaldstation
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14:58 05.10.2010
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„Uns geht es in diesem Fall um Sicherheit", sagte Ortsvorsteherin Margitta Ziegler am Dienstag auf Anfrage von LVZ-Online. „Alles was wir bisher haben ist das Wort der Stadt. Das reicht uns aber nicht." Gerade bei der aktuellen Haushaltslage sei eine Absicherung unabdingbar. „Wenn es eines Tages heißt, die Ausgaben im Bereich Umwelt werden pauschal um zehn Prozent gekürzt, dann büßen auch wir Geld ein", so Ziegler. Der Betrieb der Auwaldstation in seiner jetzigen Form könne dann nicht mehr aufrecht erhalten werden.

Am 22. April 2009 hatte der Stadtrat beschlossen, den Betrieb der Station für die nächsten fünf Jahre mit jeweils 35.000 Euro zu unterstützen. Dazu sollte zwischen der Kommune und dem Förderverein ein entsprechender Vertrag geschlossen werden, der die Zahlung der jährlichen Summe unabhängig von Haushaltssicherungsmaßnahmen garantiert. Doch entgegen des Ratsbeschlusses gibt es nach wie vor keinen Vertrag. Für 2010 hat die Stadt laut Margitta Zieger allerdings bereits gezahlt.

Mit einer Anfrage an die Verwaltung in der Ratssitzung am 20. Oktober will sie nun auf das Thema aufmerksam machen. „Ohne den Vertrag sitzen wir jedes Jahr auf dem Schleudersitz und müssen hoffen, dass die 35.000 Euro verabredungsgemäß in den Haushalt eingestellt werden", erklärt die Ortsvorsteherin. „Wir wollen aber nicht jährlich um die Existenz der Station bangen."

Die Auwaldstation liegt im Nordwesten der Stadt, unmittelbar an der Weißen Elster, im Elster-Luppe-Auwald. Sie bildet den Eingang in das Naturschutzgebiet Burgaue und den Schlosspark Lützschena. Die Station wurde zunächst vom Umweltamt betrieben. Inzwischen hat der Förderverein diese Aufgabe übernommen. Nach dem Prinzip „Lernen mit Herz, Hand und Verstand" werden hier fachliche Inhalte mit Bezug zur Natur vermittelt. Zum Angebot gehören Führungen durch den Schlosspark, Bastelnachmittage und Ausstellungen. Zu den Höhepunkten zählt das jährliche Schlossparkfest. Die Station hat montags bis sonntags von 9 bis 16 Uhr geöffnet.

Antje Henselin-Rudolph

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