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Viele Leipziger Spielplätze sind überlastet – Politiker wollen mehr Geld für Sanierung

Wachsende Stadt Viele Leipziger Spielplätze sind überlastet – Politiker wollen mehr Geld für Sanierung

Leipzig hat viel getan, um Spielplätze zu sanieren. Doch die Stadt wächst durch Geburten und den Zuzug von Familien. Und damit der Druck, neue Spielplätze zu bauen. Beispielsweise rund um die Alte Messe. Politiker fordern nun, dass die Stadt dafür im Etat 2016/17 zusätzliches Geld bereitstellt.

Viele Leipziger Spielplätze sind überlastet – Politiker wollen mehr Geld für Sanierung.

Quelle: LVZ

Leipzig. Die Kellen werden fast pausenlos geschwungen. Deshalb braucht der Hildebrandplatz in Connewitz dringend eine dritte Tischtennisplatte. Das ist vermeintlich ein kleines Problem – doch symptomatisch. Mit der wachsenden Stadt wächst der Druck, Spielplätze auszubauen. In der Etatdebatte setzen sich Stadträte dafür ein, das Budget 2017/18 dafür zu erhöhen. Derzeit stehen 250.000 Euro für Investitionen, weitere 200.000 Euro für Neuanlagen bereit. Letzteres will die Verwaltung wieder um 50.000 Euro kürzen. Doch Stadträte machen da nicht mit, wollen mehr Geld.

„Die vorhandenen Mittel sind unzureichend, um neue Projekte zu realisieren und bestehende Anlagen, die einem starken Verschleiß ausgesetzt sind, zu sanieren und zu pflegen“, sagt Grünen-Stadtrat Michael Schmidt. Seine Fraktion sehe sich seit 2009 als „jahrelanger Treiber“, um den teils katastrophalen Zuständen auf Spielplätzen entgegenzuwirken. Da gebe es einige Erfolge. Doch eine verdichtete Stadt lässt den Nutzungsdruck steigen. Das sieht auch Michael Weickert (CDU) so. „Um außerhalb von Schulen Freizeitangebote zu schaffen, müssen wir mehr Standorte für Spielplätze in den neuen Wohngebieten außerhalb des Zentrums einrichten.“

Heraus sticht gerade eine Initiative des Stadtbezirksbeirates Südost, der die Verwaltung bereits seit Mai mit der Idee eines Spiel- und Bolzplatzes im Umfeld der Alten Messe konfrontierte. „Nur leider ließ eine Reaktion aus dem Rathaus sehr, sehr lange auf sich warten“, bedauert SPD-Mann Victor Weiler, der die Initiative zusammen mit seiner Grünen-Kollegin Stefanie Gruner am liebsten schon verwirklicht sähe. Aus gutem Grund: Die wenigen Spielplätze im Südosten – vor allem im Friedenspark – sind vollkommen überlastet, der Verschleiß immens. „Nach Reudnitz-Thonberg und Stötteritz ziehen viele Familien mit Kindern. Mit der wachsenden Anzahl müssen auch die Angebote für sie wachsen“, so Gruner. In den Vormonaten seien Hunderte Kinder hinzugekommen, bedingt durch vorübergehende Flüchtlingsunterkünfte am Deutschen Platz und auf der Alten Messe. „Aber auch perspektivisch ist der Stadtbezirk Südost als Heimat für Flüchtlinge mit Kindern gefordert. Man denke nur an die gerade entstehenden Containerbauten auf dem Barnet-Licht-Platz“, sagt Weiler. Daher braucht es so schnell wie möglich geeignete Areale, auf denen Fußball und Basketball gespielt werden kann. Die Suche nach Standorten ist längst im Gange. Aktuell sieht es so aus, als könnten sich Initiatoren und Stadtverwaltung darauf einigen, eine Grünfläche an der Cäcilien-/Oswaldstraße herzurichten. Das ist ohnehin geplant, das Areal könnte aber um Spielgeräte ergänzt werden. Die Verwaltung könnte sich auch vorstellen, einen Bolzplatz auf dem Mittelgrünstreifen der Alten Messe zu errichten – allerdings erst 2021 bei der Umgestaltung.

„Die größte Maßnahme im nächsten Jahr wird ein Spielplatz auf dem Areal Alte Bäckerei in Großzschocher sein“, kündigt Umweltbürgermeister Heiko Rosenthal (Linke) an. Möglich, dass dadurch das komplette Budget für Neubauten ausgeschöpft wird. Es gibt aber auch den Auftrag, einen Neubau am Schillerplatz in Wahren zu realisieren. 2018 soll ein Spielbereich Landsberger Straße/Max-Liebermann-Straße entstehen (Kosten circa 200.000 Euro), ein Jahr später erfolgt der Ersatzneubau für dem verschlissenen Spielplatz an der Etzoldschen Sandgrube. Viel mehr Spielraum gibt es wohl nicht.

Zur Info-Veranstaltung lädt die Stadt am Donnerstag, 15 Uhr, auf den Spielplatz Hanns-Eisler-/Ecke Schacherstraße ein. Dort werden Pläne vorgestellt, wie er umgestaltet werden kann.

Von Mathias Orbeck und Dominic Welters

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