Menü
Leipziger Volkszeitung | Ihre Zeitung aus Leipzig
Anmelden
Lokales Vier Leipziger erhalten Sächsischen Verdienstorden – Dirigent Kurt Masur geehrt
Leipzig Lokales Vier Leipziger erhalten Sächsischen Verdienstorden – Dirigent Kurt Masur geehrt
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
21:42 19.05.2014
Ministerpräsident Stanislaw Tillich (CDU) hat am Montag in Dresden die Sächsischen Verdienstorden verliehen. Dirigent Kurt Masur konnte aus gesundheitlichen Gründen nicht an der Veranstaltung teilnehmen. Quelle: dpa
Dresden/Leipzig

Der wohl bekannteste unter ihnen: Kurt Masur. Der Dirigent selbst konnte an der Verleihung jedoch aus gesundheitlichen Gründen nicht teilnehmen.

Masurs Lebensgeschichte zeige, was Worte und die stille Kraft der Kultur bewirken könnten, heißt es in der von der Staatskanzlei veröffentlichten Begründung für die Auszeichnung. Darin werden seine Verdienste um das Gewandhausorchester und während der Montagsdemonstration am 9. Oktober 1989, als er den Aufruf der „Leipziger Sechs“ zu einem friedlichen Dialog über den Stadtfunk verlas, hervorgehoben. „Als international hoch anerkannter Kapellmeister und Dirigent und als großer Demokrat in der Zeit der Friedlichen Revolution ist Kurt Masur ein herausragender Botschafter des Kulturlandes Sachsen“, heißt es abschließend.

Mit dem Verdienstorden sind am Montag auch drei weitere Leipziger geehrt worden. Für Dieter Blaßkiewitz habe stets der Patient im Mittelpunkt gestanden, teilte die Staatskanzlei mit. Für den ehemaligen Geschäftsführer im St. Elisabeth-Krankenhaus Leipzig und Vorsitzenden der Sächsischen Krankenhausgesellschaft sei die christliche Tradition von Hilfe und Zuwendung für Notleidende und Kranke Verpflichtung und Auftrag zugleich. „Das gilt in besonderer Weise für sein Engagement beim Aufbau des Hospizes Villa Auguste und für die Gründung des ambulanten Hospizdienstes in Leipzig“, heißt es in der Begründung.

Anke-Maria Kops-Horn erhielt den Verdienstorden für ihre Bemühungen um die Integration von Asylbewerbern. Die Vorsitzende des Vereins „Brückenschlag e.V.“ rief das Projekt der „Bunten Gärten Leipzig“ ins Leben. Flüchtlinge aus den unterschiedlichsten Herkunftsländern lernen sich hier kennen und arbeiten zusammen. Wie die Staatskanzlei hervorhob, schaffe dieses Angebot nicht nur Vertrauen, sondern sei auch Anknüpfungspunkt für Sprachförderung und Bildungsangebote. Diese werden mit den Erlösen aus dem Verkauf von Kräutern, Blumen, Obst und Gemüse finanziert.

Auf vorbildliche und beeindruckende Weise habe Günter Schmidt die ideellen Lehren aus der Geschichte ins Bewusstsein gebracht, lautet die Begründung für seine Auszeichnung. „Lange Zeit setzte er sich für die Gedenkstätte zur Erinnerung an das Unrecht der NS-Zwangsarbeit in Leipzig ein, die es ohne sein Engagement heute vermutlich nicht gäbe“, lobte die Staatskanzlei. Zudem habe Schmidt unermüdlich am Gedenk- und Totenbuch der Leipziger Opfer der nationalsozialistischen Gewaltherrschaft gearbeitet. Weiter heißt es: „Nicht zuletzt nimmt er sich immer wieder Zeit, sein Wissen und seine Anliegen an die junge Generation weiterzugeben.“

Der Sächsische Verdienstorden wurde 1997 erstmals verliehen. Ihn können Persönlichkeiten erhalten, die sich um den Freistaat Sachsen und seine Bevölkerung besonders verdient gemacht haben. Außerordentliche Leistungen, insbesondere im politischen, sozialen, kulturellen oder wirtschaftlichen Bereich sowie auf dem Gebiet der Umwelt sind Kriterien für eine Verleihung. Insgesamt darf die Zahl der lebenden Ordensträger 500 nicht überschreiten. Bisher wurde der Sächsische Verdienstorden 245 Mal verliehen.

maf

Kommentare
Die Debatte geht am Morgen weiter
Die Kommentarfunktion ist zwischen 23:00 und 06:00 Uhr nicht aktiv – denn wir wollen eine gute Moderation der Beiträge gewährleisten.
Wir freuen uns am Morgen über Ihre konstruktiven Beiträge zum Thema!

Anwohner im Leipziger Musikviertel fordern Fußgängerüberwege am sanierten Kreisverkehr in der Karl-Tauchnitz-Straße. Kurz vor der Entscheidung des Stadtrates über eine entsprechende Petition am Mittwoch stehen ihre Chancen allerdings nicht gut.

19.05.2014

Der Spielgeräte am Louise-Otto-Peters-Platz im Leipziger Zentrum-Nordwest sollen erneuert werden. Die Stadtverwaltung bietet interessierten Bürgern zuvor die Möglichkeit, Anregungen für die künftige Gestaltung zu äußern.

19.05.2014

Am Sonntag werden in Leipzig im Bereich des Neuen Rathauses, am Dittrichring und in der Großen Fleischergasse Straßenteile gesperrt. Wie das Ordnungsamt am Montag mitteilte, geschehe dies, um die Europa- und Kommunalwahlen abzusichern.

19.05.2014