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Lokales Vier Millionen Euro durch Knöllchen in Leipzigs Stadtkasse – Steigerung gegenüber Vorjahr
Leipzig Lokales Vier Millionen Euro durch Knöllchen in Leipzigs Stadtkasse – Steigerung gegenüber Vorjahr
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15:36 17.07.2015
Knöllchen spülen gehörig Geld in die Stadtkassen. (Archivfoto) Quelle: dpa
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Dresden

Die Gründe sind vielfältig - unter anderem trat im Mai 2014 ein neuer Bußgeldkatalog mit verschärften Regelungen in Kraft. Leipzig knöpfte Falschparkern mehr als vier Millionen Euro ab und damit eine gute halbe Million mehr als 2013. Über knapp vier Millionen Euro freute sich der Kämmerer von Dresden. Auch in Chemnitz, Plauen und Zittau stiegen die Einnahmen.

LEIPZIG: Mit Einnahmen von mehr als vier Millionen Euro ist die Messestadt Spitzenreiter in Sachsen. „In Leipzig hatte die Erhöhung einiger Regelsätze 2014 keine gravierenden Auswirkungen“, sagt der Leiter des Ordnungsamtes, Helmut Loris. Stattdessen seien die höheren Einnahmen auf mehr Delikte zurückzuführen. Insgesamt wurden 239 694 Anzeigen erstattet - rund 15 000 mehr als im Vorjahr. 2437 Mal musste der Abschleppwagen ausrücken.

CHEMNITZ: Während Leipzig mehr Verkehrssünder verbuchte, führt Chemnitz das Einnahmeplus auf höhere Bußgelder zurück, die seit Mai 2014 fällig werden. Nach eigenen Angaben nahm die Stadt gut 31.000 Euro mehr ein - insgesamt 1,5 Millionen Euro -, stellte aber knapp 2000 Strafzettel weniger aus. Es wurden 780 Fahrzeuge abgeschleppt. In diesem Jahr könnten die Chemnitzer teilweise entlastet werden, zumindest was die Parkgebühren betrifft: „Um die Innenstadt attraktiver zu machen, wird über eine Reduzierung der Gebühr für freitags ab 17 Uhr und samstags nachgedacht“, sagte ein Sprecher.

DRESDEN: Auch Dresdens Finanzbürgermeister konnte sich über gestiegene Knöllcheneinnahmen freuen: Falschparker brachten rund  370 000 Euro mehr als im Vorjahr ein. Ein Grund ist, dass an immer mehr Straßen Gebühren verlangt werden. Bis spätestens 2016 will Baubürgermeister Jörn Marx (CDU) alle verbliebenen Gratis-Parkplätze im Innenstadtring abschaffen. Die bereits bestehenden kostenpflichtigen Parkplätze sollen nach dem Willen des rot-rot-grünen Stadtbündnisses zudem bald teurer werden - um Autos wegen der Luftqualität möglichst aus der City zu verbannen. In der Landeshauptstadt wurden im Vorjahr 2073 Fahrzeuge abgeschleppt. Der Halter muss dafür bis zu 265 Euro zahlen. Vor allem im November, wenn die Weihnachtssaison anläuft, registriert die Stadt viele Parkverstöße.

PLAUEN: Plauen freute sich 2014 über 450 000 Euro und damit 42 000 Euro mehr Einnahmen aus Knöllchen als 2013. Die Stadt führt das vor allem auf die Erhöhung der Verwarngelder von fünf auf zehn Euro zurück. „Obwohl im Innenstadtbereich genügend Parkraum in Parkhäusern zur Verfügung steht, werden diese Flächen oft nicht genutzt“, sagte die Fachgebietsleiterin Bußgeldstelle, Margit Kleinhempel.

ZITTAU: Auch in Zittau kam mehr Geld durch Falschparken ins Stadtsäckel. Insgesamt 109 350 Euro nahm die Kommune 2014 damit ein,  692 Euro mehr als im Vorjahr.

Skadi Hofmann

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