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Lokales Vier Tage Vollsperrung am Hauptbahnhof Leipzig - bis zu 74.000 Fahrgäste täglich betroffen
Leipzig Lokales Vier Tage Vollsperrung am Hauptbahnhof Leipzig - bis zu 74.000 Fahrgäste täglich betroffen
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14:05 18.09.2014
So verwaist wie im September 2013 wird der Hauptbahnhof Leipzig ab 25.9. wieder aussehen. Quelle: Andr Kempner
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Leipzig

Betroffen sind täglich bis zu 60.000 Reisende im Regionalverkehr und 14.000 Fahrgäste auf den Fernstrecken.

Während der Sperrung will die Bahn die dann fertig sanierten Bahnsteige 12 bis 14 wieder ans Netz anschließen. „Dafür müssen wir zuvor aber alles testen, vom Signal, über die Achszähler bis hin zu den Weichen“, sagte Andreas Stuhr, der die Einbindung des Knotens Leipzig an die neuen ICE-Strecken nach München und Frankfurt/Main leitet, die 2018 abgeschlossen sein soll.

Leipzig. „Ende September wird es in Leipzig verdammt einsam.“ Mit diesem Slogan bereitet die Bahn ihre Kunden auf eine viertägige Sperrung des Hauptbahnhofs vor. Los geht’s am Mittwoch um 12 Uhr. Der erste Zug soll dann wieder am Sonntag um 12 rollen. Betroffen sind täglich bis zu 60.000 Reisende im Regionalverkehr und 14.000 Fahrgäste auf den Fernstrecken.

Der jetzige Abschnitt ist ein weiteres Puzzleteil der Großbaustelle. Am Ende ist eine Verringerung der Fahrzeit in die Hauptstadt Bayerns um 70 Minuten und in die hessische Bankenmetropole um eine halbe Stunde das Ziel.

Erhebliche Behinderungen - Bahnen und Busse im Einsatz

Seit Anfang des Jahres werden deshalb die Gleise 12 bis 15 für die neue Zeitrechnung bei der Bahn fit gemacht. Dafür verlängert der Schienenriese die vier Bahnsteige um 80 Meter. Die Standflächen sind dort künftig 420 Meter lang und für ICE mit 14 Wagen vorgesehen. Außerdem hat das Unternehmen im sogenannten Vorfeld, an der Einfahrt zum Hauptbahnhof, sieben Kilometer Gleise erneuert, 35 Weichen ausgetauscht, knapp 16 Kilometer Oberleitung verlegt und 35 Tonnen Schotter verteilt.

Reisende müssen sich während der Sperrung auf erhebliche Behinderungen einrichten. Drehkreuz für den Fernverkehr wird der Bahnhof Leipzig-Messe. Die Lücke bis zum Hauptbahnhof schließt das Transportunternehmen mit Hilfe der Leipziger Verkehrsbetriebe (LVB). „Die Linie 16 verkehrt im Fünf-Minuten-Takt zwischen Messe und Hauptbahnhof“, sagte Renate Müller, Chefin Verkehrsleitung Leipzig bei der Bahn. Die Fahrt dauere 18 Minuten und die Zugtickets seien auch in den Straßenbahnen gültig.

Im Nahverkehr kommen auf die Fahrgäste weitere Einschränkungen zu. Dort werden die Regional- und S-Bahnen durch Busse ersetzt. Sie starten und enden jeweils auf der Ostseite des Hauptbahnhofs. Die Busse pendeln zu den Stationen Messe, Plagwitz, Schkeuditz, Stötteritz, Leutzsch, Liebertwolkwitz, Engelsdorf, Borsdorf, Knauthain und Markkleeberg-Gaschwitz .

Fahrplan ab Freitag an den Schaltern

Einen genauen, 166 Seiten starken Fahrplan, der nur an den Tagen der Sperrung gültig ist, legt die Bahn seit Freitag an ihren Auskunftsschaltern und in den Zügen der betroffenen Linien aus. Sie hat 13.000 Exemplare des Heftes drucken lassen. Zudem seien alle Änderungen auch online auf www.bahn.de abrufbar. „Dort haben wir den Fahrplan für die betreffenden Tage eingepflegt“, erklärte Peter Wasem, Marketingleiter beim Verkehrsbetrieb Mitteldeutschland.

Geschlossen bleiben an den vier Tagen auch die Stationen des City-Tunnels. Nach der Sperrung sind die Bahnsteige 10 und 11 nächster Bauabschnitt. Die Plattformen sollen auf 370 Meter erweitert werden. Die geringere Länge im Vergleich zu den Nachbarbahnsteigen ergeben sich laut Bauherrenvertreter Michael Menscher aus Prognosen der Fahrgastzahlen. Auf den ersten beiden Gleisen sollen künftig die Schnellverbindungen nach Berlin halten, in der Mitte die Züge nach München und dahinter die Zubringer nach Dresden. Die Bahnsteige 10, 11 und 15 sollen im September 2015 in Betrieb gehen. Dafür wird eine erneute Vollsperrung des Hauptbahnhofs notwendig.

Matthias Roth

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