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Völkerschlacht ist zu Ende – Asisi-Panorama wandert in die Mülltonne

360-Grad-Rundbild Völkerschlacht ist zu Ende – Asisi-Panorama wandert in die Mülltonne

452.000 Menschen sahen das Völkerschlacht-Panorama von Yadegar Asisi in Leipzig. Am Sonntag wurde es zum letzten Mal gezeigt – und wandert nun in die Mülltonne. Verloren ist das Rundbild damit aber nicht.

452.000 Menschen sahen Yadegar Asisis Panorama „Leipzig 1813“.
 

Quelle: Wolfgang Zeyen

Leipzig. Die Völkerschlacht ist Geschichte. Am Sonntagabend ging Yadegar Asisis Schau „Leipzig 1813“ zu Ende. Insgesamt 452.000 Besucher wurden seit 3. August 2013 gezählt. "Ich bin froh, dass ich das Panorama gemacht und ein positives Feedback von vielen Menschen aus dem In- und Ausland bekommen habe", sagt Künstler Asisi. Fest steht: Das rund 3500 Quadratmeter große Bild wird in dieser Form nicht wieder zu sehen sein. „Es wird vorerst auf einer Parkschiene im Panometer Leipzig aufbewahrt, bevor es bei Gelegenheit – nach der Eröffnung von Great Barrier Reef – abgenommen und entsorgt wird“, sagte Asisis Sprecher Karsten Grebe am Montag gegenüber LVZ.de.

Exklusive Einblicke: In seinem neuen Leipziger Panorama zeigt Yadegar Asisi das Great Barrier Reef im 360-Grad-Rundblick.

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Verloren ist das Völkerschlacht-Panorama damit aber nicht. „Die digitale Vorlage existiert ja weiter. Es kann jederzeit neu gedruckt werden“, betonte Grebe. Werde es in einer Rotunde gezeigt, beispielsweise wie angedacht am Völkerschlachtdenkmal, müsse es aufgrund der Raummaße ohnehin neu angefertigt werden. Im Interview mit LVZ.de hatte sich Asisi offen gezeigt, Bau und Betrieb einer solchen Dauerausstellung selbst zu stemmen – allerdings nur bei einem klaren Bekenntnis der Stadt zum Panorama und dessen Vermarktung.

Seit 18.01 Uhr wird abgebaut

Eigentlich wollte der Stadtrat auf seiner Sitzung am vergangenen Mittwoch über dieses Thema diskutieren, setzte den Punkt aber kurzfristig von der Tagesordnung. Laut einer Vorlage aus dem Kulturdezernat sollten die Stadträte darüber entscheiden, ob Asisi zum einen um die Aufbewahrung des Bildes gebeten wird. Zum anderen sollten zwei Varianten zur Zukunft des Panoramas auf ihre Umsetzung hin überprüft werden. Eine davon sieht die Rotunde am Völkerschlachtdenkmal für rund vier Millionen Euro mit Hilfe von Sponsoren vor. Wann der Vorschlag nun erneut auf die Agenda kommt, ist noch offen.

Ein sogenannter Big Eye Bommie soll in der Begleitausstellung zum Great Barrier Reef die Vielfalt der Korallen in allen Facetten abbilden

Ein sogenannter Big Eye Bommie soll in der Begleitausstellung zum Great Barrier Reef die Vielfalt der Korallen in allen Facetten abbilden.

Quelle: Visualisierung Asisi

Unterdessen begann am Sonntagabend in der Richard-Lehmann-Straße bereits der Umbau für das neue Unterwasser-Bild vom Great Barrier Reef, das am 2. Oktober enthüllt wird und am Tag danach offiziell für die Besucher öffnet. „Seit 18.01 Uhr wird im Panometer Leipzig ab- und umgebaut. Diese Woche ist vor allem die begleitende Ausstellung dran, in der kommenden Woche die Panorama-Abteilung mit Licht und Ton“, erklärte Grebe das Procedere.

Big Eye Bommie wächst in die Höhe

Rund 20 Arbeiter haben in den nächsten zehn Tagen alle Hände voll zu tun. Tischler, Gerüstbauer und andere Dienstleister lassen die neue Ozeanwelt samt Begleitausstellung entstehen und dort auch einen baumhohen Turm aus Displays in die Höhe wachsen. Der sogenannte Big Eye Bommie soll die Vielfalt der Korallen in allen Facetten abbilden. Insgesamt fünf Installationsräume sind geplant, die den Lebensraum mit Flora und Fauna, die Entstehung einer Koralle sowie die komplexen Zusammenhänge im Unterwasser-Ökosystem erklären sollen.

„Leipzig 1813“ war übrigens bei Weitem nicht das erfolgreichste von Asisis Panoramen in Leipzig. „Amazonien“ lockte insgesamt 900.000 Besucher an – allerdings verteilt über vier Jahre. Das Panorama wird nun erstmals an einem anderen Ort gezeigt: Ab Samstag eröffnet der südamerikanische Urwald im französischen Rouen. Das Bild wurde laut Grebe ebenfalls völlig überarbeitet - und wegen der unterschiedlichen Raumgröße auf neue Stoffbahnen gedruckt.

Von Robert Nößler

Leipzig Panometer 51.314077 12.386902
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