Menü
Leipziger Volkszeitung | Ihre Zeitung aus Leipzig
Anmelden
Lokales Völkerschlachtpanorama soll eigenen Ausstellungsort bekommen
Leipzig Lokales Völkerschlachtpanorama soll eigenen Ausstellungsort bekommen
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
15:27 22.08.2018
: Yadegar Asisi vor seinem Werk "Leipzig 1813 - In den Wirren der Voelkerschlacht" Yadegar Asisis weltgroesstes Panorama mit 3500 Quadratmetern Fläche, das den Tag nach der Schlacht ins Blickfeld rückt. Quelle: Volkmar Heinz
Anzeige
Leipzig

Das Völkerschlachtpanorama von Yadegar Asisi könnte in Leipzig künftig einen eigenen Ausstellungsort bekommen. Auf einem denkmalgeschützten Gartengelände am Rande der Alten Messe soll eine Rotunde entstehen, in der das riesige Kunstwerk gezeigt werden könnte. Voraussetzung: Ein Investor für den Bau und als Betreiber für die Ausstellung müsste sich finden.

Berlin. Das Mauer-Panorama am Berliner Checkpoint Charlie hat seit seiner Eröffnung im September 2012 rund 230.000 Besucher angezogen. Das Panorama des Künstlers Yadegar Asisi in einer Stahlrotunde am symbolträchtigen Ort des Kalten Krieges soll voraussichtlich bis Ende 2014 zu sehen sein. In Leipzig ist Asisis Panorama zur Völkerschlacht "Leipzig 1813" zu sehen.

Der Stadtrat folgte mit großer Mehrheit der Initiative von Bündnis 90/Die Grünen, die letztlich den Verwaltungsvorschlag zur Abstimmung stellten. Das Baudezernat schlug vor, dass die LEVG als Eigentümerin des Flurstückes in einem einfachen Verfahren ausloten soll, ob sich Interessenten für das Vorhaben finden.

Erst ab 2024 könne das Projekt umgesetzt werden – bis dahin soll eine an die Fläche anschließende Brücke über Bahngleise fertig gebaut sein. Michael Schmidt von der Grünen-Fraktion äußerte sich über die Kooperation der Verwaltung ebenso erfreut wie über die Aussicht, dass die Brückenverbindung zwischen der Straße des 18. Oktober und dem Wilhelm-Külz-Park wieder aufgebaut werden soll.

Sichtachse nicht betroffen

Der ausgewählte Standort des Völkerschlacht-Panoramas, das auf etwa 3.500 qm die Stadt Leipzig unmittelbar nach Ende der Völkerschlacht am 19. Oktober 1813 zeigt, liegt fußläufig zum Völkerschlachtdenkmal. Die Sichtachse soll aber durch den temporären Ausstellungsort nicht beeinträchtigt werden, betonte Schmidt. Er trat damit Einwänden von Linken-Stadtrat Siegfried Schlegel entgegen.

Da das Flurstück als Gartendenkmal ausgewiesen ist, das zu einem späteren Zeitpunkt auch saniert werden soll, ist dort die Rotunde nur als temporäres Bauwerk möglich.

Denkmalabgabe für Garten-Flurstück

Die Grünen-Fraktion sieht mit der Aufstellung des Panoramas des international bekannten Künstlers Yadegar Asisi gleichwohl eine Chance, den Standort Alte Messe für die kommenden Jahre touristisch aufzuwerten. Gleichzeitig könnten Besucher mit dem Eintritt 50 Cent als Denkmalsbeitrag zahlen, so die Fraktion. Die Idee: So könnte die Stadt jährlich bei erwarteten 200.000 Besuchern pro Jahr 100.000 Euro für die langfristige Aufwertung des Gartendenkmals einnehmen.

Von Evelyn ter Vehn

Kommentare
Die Debatte geht am Morgen weiter
Die Kommentarfunktion ist zwischen 23:00 und 06:00 Uhr nicht aktiv – denn wir wollen eine gute Moderation der Beiträge gewährleisten.
Wir freuen uns am Morgen über Ihre konstruktiven Beiträge zum Thema!

Mit dem Auto rumkurven und dann doch keinen Parkplatz finden, das nervt Anwohner im Waldstraßenviertel seit Jahren. Jetzt will die Stadt endlich das Bewohnerparken einführen und Parkscheinautomaten aufstellen – und so den Druck im Quartier mindern.

22.08.2018

Nach dem Absacken der Fahrbahn im Pollerbereich der Thomasgasse ist die Ursache nun klar. Der Schaden konnte schneller repariert werden als befürchtet. Am Wochenende soll die City-Zufahrt wieder frei sein.

22.08.2018
Lokales Eröffnung am 22. August 1968 - Leipzigs „Blechbüchse“ wird 50

Als am 22. August 1968 das „Konsument-Warenhaus am Brühl“ eröffnet wurde, bekam Leipzig nicht nur das größte Kaufhaus der DDR. Zugleich war – nach drei Jahren Umbauzeit – in der City ein neues Wahrzeichen entstanden, zu dem die Messestädter bald nur noch „Blechbüchse“ sagten.

22.08.2018
Anzeige