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Lokales Volker Lux entfacht neuen Machtkampf um Leipzigs CDU-Spitze
Leipzig Lokales Volker Lux entfacht neuen Machtkampf um Leipzigs CDU-Spitze
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17:45 19.05.2015
Volker Lux Quelle: Wolfgang Zeyen

Es würden "neue Köpfe" benötigt, um wieder mehr Akzeptanz zu bekommen. Lux geht auch mit Horst Wawrzynskis OBM-Wahlkampf hart ins Gericht.

Lux wird dabei von zahlreichen KPV-Mitgliedern unterstützt und soll auch zwei Mitglieder des aktuellen Kreisvorstandes auf seiner Seite haben. Bei einem Mitgliedertreffen im Restaurant Paulaner warf Lux am Dienstag dem amtierenden CDU-Kreisvorstand den Fehdehandschuh zu und forderte schnelle Neuwahlen. Angesichts der verlorenen Oberbürgermeister-Wahl und des Rücktritts vom Kreisvorsitzenden Detlef Schubert sei dies die beste Lösung. "Ich werde dem erweiterten Kreisvorstand am 4. März auf seiner turnusmäßigen Sitzung vorschlagen, noch im zweiten Quartal einen Kreisparteitag einzuberufen mit dem Ziel, einen neuen Kreisvorstand zu wählen."

Lux selbst will seinen Rücktritt als Beisitzer des Kreisvorstandes anbieten, wenn dies für die Neuwahl notwendig werden sollte. Die Neuwahl sei der einzige vernünftige Weg, damit die Leipziger CDU bei der anstehenden Landtags- und Bundestagswahl gut abschneidet. "Eine Hängepartie bis zum Herbst ist unzumutbar, insbesondere wegen der Aufstellung der Listen für die Kommunalwahl, die im Jahr 2014 stattfindet", sagte der KPV-Vorsitzende. "Es ist ein neu legitimierter Kreisvorstand nötig, um für notwendige Mehrheiten bei der Aufstellung der Kommunalwahllisten zu sorgen." Auf Nachfrage bestätigte Lux, dass es ihm um "neue verantwortungsvolle Köpfe" gehe, die "bei den Leipzigern eine stärkere Akzeptanz haben".

Lux, der selbst für die CDU in das Rennen um das Oberbürgermeisteramt gehen wollte, kritisierte auch den OBM-Wahlkampf. "Horst Wawrzynski hat in seinem Wahlkampfteam auf Leute gesetzt, die nicht in der Lage waren, einen mitreißenden und erfolgreichen Wahlkampf zu führen", sagte er. Es stimme nicht, dass die KPV Horst Wawrzynski mangelhaft unterstützt habe. "Es gab mehrere äußerst hilfreiche Aktionen von uns", so Lux. Es sei erklärtes Ziel des Kandidaten gewesen, im ersten Wahlgang zu gewinnen, dies sei nicht erreicht worden und deshalb das Ergebnis nicht zufriedenstellend. "Die Außendarstellung des Kandidaten ist aus Sicht der KPV in vielen Teilen misslungen."

Lux ließ im Paulaner auch Notizblöcke und Kugelschreiber verteilen, um den rund 60 Anwesenden die Gelegenheit zu geben, ihre Sicht der Dinge zu schildern. "Ich fühle mich durch diese Äußerungen in meinem Wunsch bestärkt, für Neuwahlen im CDU-Kreisvorstand zu sorgen", sagte er gestern.

Zum gleichen Zeitpunkt wie Lux die KPV-Mitglieder einschwor, beriet der geschäftsführende CDU-Kreisvorstand. Auch er habe über eine Neuwahl des kompletten Kreisvorstandes geredet, dies aber wegen einer "katastrophalen Außenwirkung" verworfen, heißt es. Als amtierender Kreisvorsitzender sei der Baalsdorfer Landtagsabgeordnete Rolf Seidel (CDU) im Gespräch gewesen.

Gegner von Lux kritisierten gestern dessen Vorstoß. "Eine Gruppe von Leuten" versuche offenbar, "den Kreisverband vor sich herzutreiben", hieß es. Ziel sei, "sich an die Macht zu putschen." Horst Wawrzynski habe "das zweitbeste Wahlergebnis der CDU seit 1990 erreicht" - ein Wahldebakel sehe anders aus.

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 28.02.2013

Tappert, Andreas

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