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Lokales Vollendung des Rasenkunstprojekts „Gott mit uns“ am Völkerschlachtdenkmal verzögert sich
Leipzig Lokales Vollendung des Rasenkunstprojekts „Gott mit uns“ am Völkerschlachtdenkmal verzögert sich
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15:39 28.06.2013
Am Leipziger Völkerschlachtdenkmal entsteht ein Rasenkunstwerk: Die Fertigstellung des Schriftzuges „Gott mit uns“ in mehreren Sprachen verzögert sich jedoch. Quelle: Regina Katzer
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Leipzig

Eigentlich sollten die Arbeiten inzwischen beendet sein. Am Freitag musste der Künstler aber gestehen, dass es mit dem finalen Schnitt noch etwas dauert. Einige Faktoren hätten die Arbeit verzögert, so der 39-Jährige gegenüber LVZ-Online.

Schon in den ersten Tagen machte die anhaltende Hitze dem Team zu schaffen. „Die absolut größte körperliche Herausforderung war allerdings die Hanglage“, so Witthaus. Zudem mussten drei Kollegen aus Gütersloh bereits nach einem Tag Arbeit wieder abreisen, weil ein Hagelschlag ihr heimatliches Haus stark beeinträchtigt hatte. Vom Plan, die Buchstaben nachts auf den Rasen zu projizieren, ist Witthaus wieder abgekommen, weil das genauso lange gedauert hat wie das mühsame Abstecken. Kleine Zwangspausen gab es auch bei anhaltendem Starkregen. Außerdem hatte Witthaus nicht mit dem großen Interesse der Leipziger an seinem Kunstprojekt gerechnet. Einige Messestädter erklärten sich spontan bereit zu helfen, andere wollten sich unterhalten und „es kamen viele Gespräche zustande“.

Leipzig. Seit zwei Wochen lässt Rasenkünstler Ralf Witthaus das Grün rings um das Völkerschlachtdenkmal in Leipzig bearbeiten. In unterschiedlichen Sprachen schneidet sein Team den Schriftzug „Gott mit uns“ in die Grasflächen. Eigentlich sollten die Arbeiten inzwischen beendet sein. Am Freitag musste der Künstler aber gestehen, dass es mit dem finalen Schnitt noch etwas dauert.

Einer der seit dem vierten Arbeitstag zur Seite stand, war Mirko Rathke, freischaffender Grafiker aus dem Leipziger Atelier Lichterloh. Er ist seit 1997 mit Witthaus befreundet, die beiden haben an der Hamburger Hochschule für Angewandte Wissenschaften studiert, der eine ist in die Landschaft gezogen, Rathke ist im Kinder- und Sachbuch hängengeblieben. „Ralf ist ein guter Freund von mir und wenn ich Zeit habe, mach ich einfach mit. Ich bin seit dem vierten Tag hier am Völki dabei. Meist bis zum Nachmittag, dann erst beginnen meine Malkurse", so der Messestädter.

 

Willem de Lange (59), langjähriger Mitstreiter von Witthaus, war von Anfang an in Leipzig dabei. Sein Fazit: „Es war anstrengend, da ich bisher nur im Flachland unterwegs war. Die Arbeit in der Gruppe ist aber einfach Klasse. Da kann man schlecht nein sagen." Momentan arbeiten die Rasenkünstler recht zügig, „bis Sonntag wollen wir den Rest abgesteckt haben, bis Montag soll fertig gemäht sein", so Witthaus hoffnungsvoll. Danach ist das Kunstwerk etwa drei Wochen lang zu sehen, ehe die Halme wieder nachgewachsen sind.

Regina Katzer

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